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Hakan Calhanoglu
05.05.2013

Calhanoglu zaubert den KSC in Richtung Zweite Liga

Es war eines der viel zitierten "klassischen 0:0-Spiele" - bis eine Minute vor Schluss Hakan Calhanoglu seine Extraklasse bewies. Durch einen 1:0-Erfolg in Darmstadt steht der Karlsruher SC nun kurz vor dem Wiederaufstieg in die Zweite Bundesliga.

Bildergalerie: Szenen vom KSC-Spiel gegen Darmstadt

Personell unverändert zum Sieg gegen Chemnitz begann der KSC – und unverändert stark zeigte sich das Team bei Standards. Peitz vergab nach Alibaz-Freistoß in der elften Minute eine erste Großchance. Vor über 4000 mitgereisten Karlsruher Fans setzte die KSC-Elf die entstehende Heimspielatmosphäre zu Beginn auch auf dem Platz um und bemühte sich, das Spiel zu bestimmen. Doch auch Abstiegskandidat Darmstadt versteckte sich nicht, Steegmann (15.) und Sulu (18.) sorgten gar für ein leichtes Chancenübergewicht zu Gunsten der Gastgeber.

Bis zur Pause folgte nun jedoch ein an Torgelegenheiten bemerkenswert armes Spiel. Ein missglückter Freistoß Calhanoglus, der noch zum Lattentreffer geriet – viel mehr passierte nicht. Beide Teams scheuten das Risiko, der KSC hatte zwar mehr Ballbesitz, setzte diesen aber kaum in effektive Offensivaktionen um. Fifa-Schiedsrichter Felix Brych pfiff die erste Halbzeit somit folgerichtig torlos ab.

Darmstadts Zielinsky setzte nach Wiederanpfiff eine erste Duftmarke für die nun offensiveren Gastgeber. Zudem prüfte Latza nach 63 Minuten Orlishausen mit einem Freistoß. Schon kurz zuvor hatte Kauczinski auf die durchwachsene Leistung seines Teams reagiert und Dulleck für den blassen Alibaz gebracht.

Doch weiterhin machte der KSC nicht den Eindruck, das Spiel gewinnen zu wollen, nach Ecke vergab van der Biezen nach 67 Minuten noch die beste Chance, als der Ball von seinem Fuß knapp über das Tor prallte. Auf der Gegenseite scheiterte Sulu zehn Minuten später per Kopf ebenso knapp.

Zu Recht verweigerte Brych in der 85. Minute einem Abseitstor des eingewechselten Benyamina die Anerkennung, zwei Minuten später vergab van der Biezen per Kopf. Dann schlug die Stunde des Hakan Calhanoglu. Die 89. Minute lief, als der Deutsch-Türke 25 Meter vor dem Tor gefoult wurde. Den fälligen Freistoß übernahm der Zauberfuß natürlich selbst - und wie. Vollspann setze er den Ball aus halblinker Position in den rechten Winkel. Ein herrliches Tor und ein unglaublich wichtiges zugleich – zu einem äußerst schmeichelhaften Sieg.

Dem Tabellenführer KSC reicht am nächsten Samstag gegen Hansa Rostock auf Grund seiner deutlich besseren Tordifferenz nun schon ein Unentschieden zum sicheren Aufstieg, da die Verfolger aus Osnabrück und Bielefeld sich im direkten Duell selbst die Punkte nehmen. Im Wildpark kann man den Sekt wohl schon einmal kalt stellen.