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CfR Pforzheim

Überflieger Stanley Ratifo (links) feiert sein Tor zum 3:0 mit einem Salto, Denis Gudzevic und Joao Tardelli freuen sich mit ihm; rechts der geschlagene Torhüter Xaver Pendinger. Foto: Hennrich
Überflieger Stanley Ratifo (links) feiert sein Tor zum 3:0 mit einem Salto, Denis Gudzevic und Joao Tardelli freuen sich mit ihm; rechts der geschlagene Torhüter Xaver Pendinger. Foto: Hennrich
26.08.2018

CfR Pforzheim mit Pokal-Rückenwind zum 3:0

Pforzheim. Selten hat man in den vergangenen ein, zwei Jahren solch eine Euphorie im Stadion Holzhof verspürt. Szenenapplaus, Standing Ovations bei Auswechslungen – Grund dafür hätten die Fans des 1. CfR Pforzheim vor allem in der vorigen Saison auch nicht wirklich gehabt. Beim überzeugenden 3:0 (2:0)-Heimsieg des Fußball-Oberligisten am Samstagnachmittag gegen den SV Oberachern war das anders.

Den 255 Zuschauern wurde ein gutes Fußballspiel mit einer großartigen Leistung des CfR geboten. „Wir haben die Zuschauer in keinster Weise enttäuscht, es war alles sehr, sehr gut“, so CfR-Coach Gökhan Gökce. Mal wieder, könnte man sagen, denn die Kritiken nach dem knapp verlorenen DFB-Pokalspiel gegen Leverkusen vom vorherigen Samstag waren ebenfalls durchweg positiv.

Der Rückenwind vom Pokalspiel vor knapp 5000 Zuschauern dürfte wohl mit ein Grund gewesen sein, warum sich die Kicker aus Pforzheim von Anfang an hellwach und motiviert präsentierten. Die Startformation gegen Oberachern war übrigens exakt die selbe, wie im Pokalspiel gegen Leverkusen. „Wir wollten das Pokalspiel mitnehmen, und wir haben es mitgenommen“, freute sich der Torschütze zum 3:0, Stanley Ratifo. Über 90 Minuten waren die CfR-Kicker präsenter und aggressiver in den Zweikämpfen.

Ein weiterer Grund für den Sieg war die bereits im Leverkusen-Match angewandte offensive 5-2-3-Formation. Dabei ziehen die Außenverteidiger immer wieder nach vorne, gegen den Ball installieren sie einen stabilen Block in der Defensive. Die Taktik ging auf: Die eigenen Tormöglichkeiten bezeichnete Oberacherns Trainer Mark Lerandy nach dem Spiel lapidar als „Zufallsprodukte nach Standards“. Wirklich gefährlich wurde es nur in der 24. Spielminute, als der CfR das Leder nicht aus dem Strafraum bekam und der SV zu geschätzten fünf Torschussversuchen kam. Doch jedes Mal war ein CfR-Bein dazwischen.

In der Offensive hatte Dominik Salz gute Unterstützung durch Kreshnik Lushtaku und Ratifo. Auch dieses Konzept funktionierte: Schnelles Umschalt- und Kombinationsspiel sorgten für ordentlich Offensivpower, und bereits in der 13. Minute klingelte es das erste Mal im Kasten von Ex-CfRler Xaver Pendinger. Salz traf nach einer schönen Vorlage von Ratifo, der sich auf der rechten Seite durchgesetzt hatte, mit einem Schuss ins lange Eck. Das 2:0 fiel nach einem sehenswerten Kopfball von Bogdan Cristescu nach einer Flanke von links (36.). Die Vorentscheidung fiel in der 68. Minute, als Denis Gudzevic mit einem langen Ball Ratifo erreichte, der einen Abwehrspieler stehenließ und die Kugel mit links aus 15 Metern in den linken Winkel zirkelte. Was alle drei Tore sowie das übrige Spiel zeigten: Die Holzhof-Kicker präsentierten sich im Vergleich zur vergangenen Saison als das, was sie sein sollten: als Team, als eine Mannschaft.