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Die Spieler vom Inklusionsteam des 1. CfR Pforzheim sind nicht nur hervorragende Hallenkicker, sie können auch auf dem Rasenspielfeld bestens mit dem Ball umgehen. Das wollen sie nun beim selbst ins Leben gerufenen 1. Fußball-Cup für Menschen mit Behinderungen am Samstag auf dem Holzhof beweisen. Foto: PZ-Archiv, Hennrich
Die Spieler vom Inklusionsteam des 1. CfR Pforzheim sind nicht nur hervorragende Hallenkicker, sie können auch auf dem Rasenspielfeld bestens mit dem Ball umgehen. Das wollen sie nun beim selbst ins Leben gerufenen 1. Fußball-Cup für Menschen mit Behinderungen am Samstag auf dem Holzhof beweisen. Foto: PZ-Archiv, Hennrich
11.09.2017

CfR Pforzheim richtet den 1. Fußball-Cup für behinderte Menschen aus

Mit der Ausrichtung eines großen Fußballturnieres kennt sich der 1. CfR Pforzheim aus. Jahrelang lud man die Crème de la Crème im A-Juniorenfußball zum Pfingstturnier in die Goldstadt ein. Die Massen strömten ins Holzhofstadion.

Nach vielen erfolgreichen Jahren beschloss der Verein im Jahr 2013, dem bundesweit beliebten Turnier (seit 1931) aufgrund infrastruktureller Mängel im Pforzheimer Holzhof eine kleine Pause zu gönnen, um es in ein paar Jahren wieder im umgebauten Brötzinger Tal zum Leben zu erwecken. Bis dahin wird noch viel Wasser die Enz hinabfließen. Doch ein anderes Turnier wird schon am kommenden Wochenende seine Premiere feiern – auf dem Holzhof.

Der 1. CfR Pforzheim mit seiner Inklusionsabteilung veranstaltet am Samstag, 16. September, den 1. Fußball-Cup für Menschen mit Behinderungen. „Ein Turnier, das es in dieser Größenordnung auf Vereinsebene in Deutschland noch nie gab“, sagt CfR-Vorstandsvorsitzender Markus Geiser stolz.

Gäste aus dem Ruhrpott

Um den Turniersieg spielen 18 Mannschaften unterschiedlicher Sozialträger, vorwiegend aus dem badischen Raum. Das Team der Arbeitstherapeutischen Werkstätte in Mannheim will ebenso den Turniersieg wie die „Selbsthilfe mit Köpfchen“ aus Freiburg. Mit den „Ruhrpott-Söldner“ ist aber auch eine Mannschaft aus der Nähe von Bochum dabei. 170 Fußballer werden mit ihren Betreuern auf dem Holzhof erwartet. Gespielt wird auf zwei Kleinfeldern. Los geht es um 11 Uhr. Turnierende ist gegen 18 Uhr. „Wir werden spannende Spiele sehen. Das Niveau ist sehr hoch. Einige Teams reisen mit Nationalspielern an“, weiß CfR-Chefcoach Steffen Bähr.

Unterteilt ist das Turnier in drei Kategorien A, C und D, wobei das Spielniveau in der Kategorie A am höchsten ist. Die teilnehmenden Spieler haben vorwiegend eine geistige und psychische Behinderung. Gespielt wird in den drei Kategorien im Modus Jeder gegen Jeden.

Da die CfR-Inklusionsabteilung derzeit 44 Kicker am Start hat, tritt der Gastgeber mit vier Teams an. Wie stehen die Chancen? „Wir haben super Spieler in unseren Reihen. Die Jungs von der ersten Mannschaft sind fit. Allerdings wiegt der Ausfall von Patrick Hofer aufgrund seines Bänderrisses schwer. Doch wir werden alles versuchen, den Turniersieg zu erlangen. Gegen alle Mannschaften haben wir schon mal gewonnen“, sagt Steffen Bähr, der mit seinem Trainerteam Olaf Arndt, Tobias Jopp und Deniz Atilgan die CfR-Mannschaften bestens auf das sportliche Großereignis vorbereitet hat. Dass es die Jungs drauf haben, bewiesen sie unter anderem schon bei Einlagespielen des Rudolf-Reinacher-Gedächtnisturniers in der Fritz-Erler-Halle.

„Wir freuen uns auf dieses einzigartige Turnier in Deutschland. Ein herzliches Dankeschön geht dabei an Amazon, das uns hier mit einer großzügigen Spende bei der Durchführung unterstützt“, sagt Markus Geiser, der seit Februar mit seinem Organisationsteam alle Hände voll zu tun hatte. Die Vorbereitungen sind so gut wie abgeschlossen. Am Samstag werden noch die Pokale auf den Holzhof gekarrt. Einem reibungslosen Ablauf steht also nichts mehr im Wege. Der Eintritt zum 1. Fußball-Cup für Menschen mit Behinderungen ist frei.