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Leichtfertig ging der CfR Pforzheim mit Kapitän Dominik Salz (rechts) in Spielberg (links Matthias Fixel) mit seinen Chancen um. Hennrich

CfR Pforzheim trifft auch in Spielberg das Tor nicht

Die schlechte Chancenverwertung zieht sich wie ein roter Faden durch die Rückrunde“, haderte ein enttäuschter Gökhan Gökce am Samstag nach dem letzten Auswärtsspiel seiner Mannschaft in der Oberligasaison 2018/19. 0:2 unterlag der 1. CfR Pforzheim gegen den festsehenden Absteiger SV Spielberg. Auch wenn sich der Trainer des CfR mit der Spielweise zufrieden zeigte, hätten die Pforzheimer vermutlich noch bis in die Nachstunden weiterspielen können, ohne ein Tor zu erzielen.

Der CfR startete im Gegensatz zur Vorwoche mit vier Veränderungen in der Startformation. Erstmals tauchten die Gäste nach einer Unsicherheit von Spielberg-Torhüter Mathias Moritz vor dem Tor auf (10.). Spielberg versuchte es im Anschluss mehrfach erfolglos aus der Distanz. Nach starkem Zuspiel von Tim Oman hatte CfR-Stürmer Dominik Salz den Führungstreffer auf dem Fuß (25.), scheiterte aber am glänzend heraus geeilten Moritz.

Eingreifen musste Schiedsrichter Gaetano Falcicchio dann nach einem umstrittenen Zupfer von Joao Tardelli an der Strafraumgrenze. Trotz Protesten der Pforzheimer zeigte er auf den Punkt und Edmond Kapllani verwandelte den Elfmeter souverän (35.). Im Gegenzug verpasste der agile Julian Grupp nach Zusammenspiel mit Dominik Salz den prompten Ausgleich. In der Schlussphase der ersten Hälfte vergab der CfR weitere Chancen.

Nach Wiederanpfiff zogen sich die Spielberger in die eigene Hälfte zurück. CfR-Stürmer Stanley Ratifo verpasste in der 53. Minuten nur knapp das Tor. Sieben Minuten später zappelte der Ball zwar im Netz, doch Ratifo stand im Abseits.

Mit den Einwechslungen von Kreshnik Lushtaku und Daniel Reule kam frischer Wind ins CfR-Spiel. Reule setzte einen Flugkopfball etwas zu hoch an (72.). In der 80. Minute hatten die Pforzheimer Spieler und dessen Anhang bereits den Torschrei auf den Lippen. Doch Moritz zeigte eine Glanzparade nach einem Lushtaku-Kopfball. Anschließend setzte der CfR alles auf eine Karte und Jan Malsam traf mit einem sehenswerten Schuss zum 2:0 (90.).

„Trotz der Chancen sind wir nicht richtig ins Spiel gekommen“, so CfR-Kapitän Dominik Salz nach dem Abpfiff. Mit Blick auf das letzte Saisonspiel gegen den SSV Reutlingen (Samstag, 25. Mai, 14 Uhr) zeigt sich Salz kämpferisch und möchte die Saison mit einem Sieg abschließen.

Spielbergs Edmond Kapllani lächelte und sprach von einem „erzwungenen Derbysieg“. Der ehemalige Bundesliga-Profi schloss nicht aus, in Spielberg zu bleiben. „Wir haben gezeigt, dass die Luft trotz unserer aussichtslosen Lage noch nicht raus ist“, freute sich SVS-Trainer Sebastian Weber.

Am Rande der Partie wurde Bernd Stadler, langjähriger Spielausschuss und Sportvorstand des SV Spielberg, verabschiedet.