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Tore satt gab es beim 4:4 im Hinspiel; links das 0:1 für den CfR durch Dominik Salz (ganz links), rechts das 2:4 für Nöttingen durch Eray Gür kurz vor dem Pausenpfiff, was Nöttingen enormen Auftrieb gab. Ripberger (2), Hennrich, PZ-Archiv 
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Tore satt gab es beim 4:4 im Hinspiel; links das 0:1 für den CfR durch Dominik Salz (ganz links), rechts das 2:4 für Nöttingen durch Eray Gür kurz vor dem Pausenpfiff, was Nöttingen enormen Auftrieb gab. Ripberger (2), Hennrich, PZ-Archiv 
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Nach Rot für Dirk Prediger (2. von links) spielte der CfR nur noch mit neun Mann. 

CfR-Sportchef erwartet gegen den FC Nöttingen ein volles Holzhof-Stadion

Der Zuschauerrekord des 1. CfR Pforzheim wackelt, glaubt zumindest Torsten Heinemann. Der Sportchef erwartet am Freitag ein ausverkauftes Holzhof-Stadion, wenn Schiri Timo Lämmle aus Rommels-kirchen das Oberliga-Derby zwischen Aufsteiger CfR und Spitzenreiter FC Nöttingen anpfeift (18.30 Uhr). 3400 Zuschauer dürfen nach aktuellen baurechtlichen Vorgaben noch rein ins Stadion, das bald stillgelegt werden soll.

Der bisherige Rekord datiert vom 21. Juni 2015, als beim Aufstiegsspiel des CfR gegen den Göppinger SV 3150 Zuschauer den Einzug des CfR in die Oberliga feierten. „Der Vorverkauf läuft fantastisch“, sagt Heinemann. Gestern waren schon weit über 1000 Tickets weg. Heinemann freut sich sehr auf das Spiel in der altehrwürdigen Sportstätte, die man wieder ordentlich herausgeputzt habe. „Wir holen das Maximale raus auf dem Holzhof.“

Die Fans sind elektrisiert und fiebern dem Derby entgegen. Natürlich weckt das spektakuläre 4:4 im Hinspiel hohe Erwartungen, die das heutige Spiel im Normalfall nicht erfüllen kann. Acht Tore in einer aberwitzigen Torfolge, zwei Platzverweise gegen den CfR und ein Phantomtor zogen am Freitag, 9. Oktober, die 2500 Zuschauer im Panoramastadion in ihren Bann. „Dieses Spiel war einfach sensationell. Mit elf gegen elf Spielern hätten wir gewonnen“, ärgert sich CfR-Trainer Teo Rus heute noch über die Platzverweise gegen Dragan Paljic und Dirk Prediger.

Obwohl der CfR ohne Druck aufspielen kann, nimmt Rus das Spiel sehr, sehr ernst. „Das ist ein Derby, es geht um die Ehre. Und wir können mit einem Sieg näher an die Spitze heranrücken“, betont Rus. Mit Ausnahme von Fatih Ceylan und Laurin Masurica kann der CfR-Coach auf alle Spieler zurückgreifen.

Beim FC Nöttingen fehlten beim Dienstagstraining die angeschlagenen Felix Zachmann, Sascha Walter, Colin Bitzer und Simon Frank. Trainer Gerd Dais wird wohl mit wenigen Ausnahmen der Mannschaft eine Chance zur Rehabilitation geben, die am vergangenen Samstag das Heimspiel gegen den FSV Bissingen mit 2:3 verloren hat. Mit einem Sieg im prestigeträchtigen Derby könnten die Lilaweißen ihre kleine Krise von drei Niederlagen in Serie wegballern. „Wir müssen uns defensiv und offensiv steigern, wenn wir in Pforzheim etwas holen wollen“, sagt Dais, der Nachfolger des vergangene Woche zurückgetretenen Michael Wittwer.

FCN-Vorsitzender Dirk Steidl tippt auf einen 2:0-Sieg für seine Mannschaft. Aufstieg oder Meisterschaft seinen bei dieser Partie kein Thema. „Es geht vorrangig ums Prestige“, so Steidl. Sein Kollege vom CfR, Vorstandsvorsitzender Markus Geiser, spricht von der inoffiziellen Pforzheim-Enzkreis-Meisterschaft. Er glaubt an einen 3:1-Sieg für sein Team. Geiser bittet die Fans, früh ins Stadion zu kommen. Der Anpfiff kann wegen des zu schwachen Flutlichts im Stadion auf keinen Fall nach hinten verschoben werden, so Geiser.