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Der Einsatz stimmte, aber ein Erfolgserlebnis für den etablierten Oberligisten Pforzheim (links Ruben Reisig) blieb aus. Villingens Neuzugang Christian Giles (rechts) hatte am 3:1 seines Teams entscheidenden Anteil. Foto: Reinhardt (Direvi)
Der Einsatz stimmte, aber ein Erfolgserlebnis für den etablierten Oberligisten Pforzheim (links Ruben Reisig) blieb aus. Villingens Neuzugang Christian Giles (rechts) hatte am 3:1 seines Teams entscheidenden Anteil. Foto: Reinhardt (Direvi)
13.08.2017

CfR startet mit 1:3-Pleite beim FC Villingen in die Oberliga-Saison

Nach drei Pflichtspiel-Erfolgen im Pokal ist die Punktspiel-Premiere der neu formierten Mannschaft des 1.CfR Pforzheim daneben gegangen. Oberliga-Rückkehrer FC Villingen besiegte die Elf von Trainer Adis Herceg am Samstag mit 3:1. „Der Gegner hat einige Situationen schneller erfasst“, sagte Herceg, der trotz der Pleite nicht unzufrieden war.

Bei Temperaturen um die 20 Grad und ansonsten trockenem Wetter hatte Robert Stark nach zwei Standardsituationen per Kopf die ersten beiden Chancen des CfR. Den ersten Treffer erzielte dann der Gegner. Von einem „Pingpong-Tor“ sprach Herceg, da sein Team es trotz mehrerer Gelegenheiten versäumt hatte, den Ball aus der Gefahrenzone zu schießen. Christian Giles, einer von zwei spanischen Neuzugängen der Villinger, war letztlich erfolgreich (37.). Zuvor hatten Damian Kaminski per Kopfball und Frederick Bruno, der den Pfosten traf, das CfR-Tor in Gefahr gebracht.

Als Bruno dann Tim Schwaiger nicht mit fairen Mitteln bremsen konnte, erhielten die Pforzheimer die Chance, umgehend per Elfmeter auszugleichen: Denis Gudzevic sorgte für das 1:1 (38.). Kurz darauf schon wieder ein Elfmeterpfiff, allerdings auf der anderen Seite: Bei dieser Gelegenheit fand Giles in CfR-Torhüter Manuel Salz seinen Meister. Nach dem Seitenwechsel hätte Schwaiger die Pforzheimer in Führung bringen können. Als er links durch war und Villingens Torhüter Christian Mendes praktisch schon am Boden, legte sich der CfR-Mann den Ball noch vom linken auf den rechten Fuß. Letztlich traf er die Kugel nicht richtig, so dass nur ein Kullerball zu Stande kam. Ein paar Minuten später geriet der CfR in Rückstand: Nach einem Freistoß von Stjepan Geng schalteten die Pforzheimer im Fünfmeterraum nicht schnell genug und letztlich lenkte Gudzevic den Ball auch noch ins eigene Tor.

Nach 65 Minuten hätte Sven Bode ausgleichen können. Doch nach einem Alleingang schoss er knapp neben das Tor (70.). Die Entscheidung fiel, nachdem Giles einen Heber an den Pfosten setzte und der bereits Ende der ersten Hälfte eingewechselte Nedzad Plavci zur Stelle war.

Dass Villingen drei Punkte einfuhr, ging letztlich in Ordnung, der Sieg der Hausherren fiel aber um ein Tor zu hoch aus. CfR-Trainer Herceg trug die Niederlage mit Fassung und sah auch das Positive: „Das Läuferische und dass wir zu Chancen gekommen sind, war gut. Auch alle unsere Varianten für Standards haben geklappt.“ Tenor: Wenn die Mannschaft besser eingestellt ist, sollte sie die Früchte der Arbeit ernten.

Fürs BFV-Pokal-Achtelfinale am morgigen Dienstag um 18.30 Uhr gegen den SV Spielberg erwägt Herceg personelle Veränderungen. In jedem Fall fehlen wird Eldin Hadzic, der sich im Abschlusstraining fürs Villingen-Spiel am Knie verletzt hatte, und deshalb auf der „Doppel-Sechs“ ausgeplant werden musste. Die Diagnose steht noch aus.