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„Drei unten, drei oben“ heißt es am Samstag an der ZDF-Torwand im „aktuellen Sportstudio“ für Dirk Prediger vom 1. CfR Pforzheim. Foto: PZ-Archiv
„Drei unten, drei oben“ heißt es am Samstag an der ZDF-Torwand im „aktuellen Sportstudio“ für Dirk Prediger vom 1. CfR Pforzheim. Foto: PZ-Archiv
16.12.2015

CfR-Fußballer Prediger schießt auf die Torwand im ZDF-Sportstudio

Die PZ wählte Dirk Prediger wegen seines sensationellen Fernschusses beim 3:1-Sieg gegen SSV Reutlingen schon zum Sportler der Woche, jetzt haben auch die Fußballfans auf der Internetplattform „Hartplatzhelden“ von FuPa.net den 40-Meter-Hammer des Mittelfeldspielers vom 1. CfR Pforzheim zum Top-Tor gewählt.

Als Belohnung darf der 28-Jährige nun am kommenden Samstag (23.30 Uhr/ZDF) seine Schussqualitäten an der ZDF-Torwand im „aktuellen Sportstudio“ unter Beweis stellen. „Ich freue mich natürlich riesig und bedanke mich bei allen, die für mich abgestimmt haben“, sagt Dirk Prediger, der sich ein ganz klares Ziel gesetzt hat. „Drei Treffer sollten es schon sein, obwohl ich natürlich sechs anpeile“, grinst das schussgewaltige wie auch technisch starke Offensiv-Ass des Pforzheimer Oberligisten.

Markus Geiser sieht das ein wenig differenzierter. „Aus der üblichen Distanz wird Dirk zweimal treffen, aus 40 Metern dagegen fünfmal. Deshalb werden wir auch beim ZDF den Antrag stellen, dass Dirk von außerhalb des Studios schießen darf“, schmunzelt der Vereinsboss. Prediger plant jedenfalls nicht, sich besonders vorzubereiten. „Das kann man nicht trainieren.“ Ganz locker werde er am Samstag an die Sache herangehen, allerdings vermutet er am Abend dann doch einen „kleinen Adrenalinkick“.

Wichtig sei auf alle Fälle das richtige Schuhwerk, sagt Prediger. „Ich werde bestimmt andere Schuhe tragen als Rafinha“, scherzt Prediger. Der Bayern-Star hatte vergangenen Samstag schwarze Lackschuhe mit goldenen Schnallen an und traf damit nur einmal.

Predigers Wunsch, gegen sein großes Vorbild Frank Ribéry antreten zu können, wird sich allerdings nicht erfüllen. Wie die PZ gestern erfuhr, werden sich Schiedsrichter Manuel Gräfe und Andreas Rettig, der kaufmännische Geschäftsführer des Zweitligisten St. Pauli, den Ball zurecht legen – was natürlich die Chancen für Prediger erheblich erhöht. Durch die Teilnahme Rettigs erhält das Torwandschießen für Prediger noch eine besondere Würze: In der Saison 2006/07 spielte er für St. Pauli und stieg mit dem Kultclub in die 2. Liga auf. „Mein bisher größter sportlicher Erfolg“, sagt der Mittelfeldspieler, der sich am Samstagmorgen mit seiner Freundin Lisa auf den Weg nach Mainz machen wird. Um 21 Uhr beginnt die Aufzeichnung mit Moderator Jochen Breyer. Das Hotelzimmer ist gebucht. Das ZDF zahlt.

Beim CfR ist derweil das Wettbüro per WhatsApp eröffnet. „Fünf Euro Mindesteinsatz“, fordert Markus Geiser, der außerdem überlegt, Predigers Auftritt vor einem Millionenpublikum gut zu vermarkten. „Wir nehmen alle Anfragen an. Sakko-Werbung, Hemdkragen-Werbung – da ist einiges möglich“, lacht der Geschäftsmann.

Er selbst wird am Samstag auch im Publikum sitzen. Gestern hat er sich noch die letzten fünf Tickets gesichert. Im Schlepptau hat er die beiden Spieler Matthias Fixel und Marco Bornhauser sowie Torwarttrainer Toma Trocha und Reinhardt Schopf vom Vorstand. Mit dabei sein wird auch Co-Trainer Marcel Rusch, der zufälligerweise schon vor Wochen sechs Karten fürs Sportstudio orderte.

Keine Karte hat Claudio Sorrentino. „Doch wenn’s was zu feiern gibt, bin ich natürlich dabei“, sagt die CfR-Spaßkanone.