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Hoher Einsatz: Dennis Gudzevic vom 1. CfR Pforzheim (rechts) im Kopfballduell mit Spielbergs Alexander Zimmermann. Foto: Becker
Hoher Einsatz: Dennis Gudzevic vom 1. CfR Pforzheim (rechts) im Kopfballduell mit Spielbergs Alexander Zimmermann. Foto: Becker
16.08.2017

CfR-Pokalsieg gegen Spielberg bringt auch Chance auf lukrative Spiele

Pforzheim. Es war der erste Heimauftritt in einem Pflichtspiel für den 1. CfR Pforzheim in dieser Saison: Das 1:0 im badischen Pokal-Achtelfinale gegen den Oberligia-Konkurrenten brachte auch einen wichtigen Erfolg. Er zeigte zudem augenfällig, dass sich im Pforzheimer Spiel einiges gewandelt hat. Der CfR spielt in der neuen Runde – wie vom neuen Trainer Adis Herceg angekündigt – aggressiver gegen den Ball, stört den Gegner früher.

Weil die Gäste ein ähnlich hohes Tempo vorlegten, kam es zu vielen Zweikämpfen, einer Art Abnutzungswettkampf, den die Pforzheimer am Ende knapp, aber verdient für sich entschieden. „Wir haben uns vor der Partie gesagt, dass wir zwei Dinge heute tun müssen: rennen und kämpfen. Das haben wir getan. Ich bin froh, dass wir weiter sind“, so Torschütze Dominik Salz.

Dass sich die Gäste am Ende nicht zu Unrecht darüber beschwerten, wie der Siegtreffer fiel, wirft einen Schatten auf die Partie. Während der Angriff zum 1:0 lief, lag Spielbergs Abwehrrecke Stefan Müller angeschlagen im eigenen Strafraum. Das war auch Torschütze Salz bewusst – entsprechend verhalten fiel seine Reaktion nach dem Siegtreffer aus.

Stabile Abwehr

Verdient war der Erfolg aber unter Strich dennoch, weil die Pforzheimer mehr fürs Spiel taten und die Spielberger erst nach rund einer Stunde den ersten ernsthaften Versuch unternahmen, einen Treffer zu erzielen. Das lag auch an der Pforzheimer Abwehr, in der die Neuzugänge Robert Stark im Zentrum und Akiyoshi Saito auf der linken Seite überzeugten. Die Qualitäten von Joao Tardelli, der ebenfalls innen spielte, sind in Pforzheim ja bekannt.

Auffällig war im zentralen Mittelfeld auch Dennis Gudzevic, vorne ließen die Salz-Nebenspieler Nico Charrier und Raphael App immer wieder ihr Können aufblitzen. Da könnte tatsächlich etwas zusammenwachsen, auch wenn es sichtbar noch Zeit braucht. Zahlreiche Fehlpässe waren der noch fehlenden Abstimmung geschuldet. „Wichtig ist, dass wir zu Null gespielt und das erste Heimspiel gewonnen haben. Wir sind auf einem guten Weg“, zog Robert Stark nach der Partie Bilanz. Zuletzt hatte es im Pokal in Friedrichstal (4:2) und in der Oberliga in Villingen (1:3) fünf Gegentore gegeben.

Lukrative Gegner möglich

Zufrieden wird auch CfR-Finanzvorstand Wolfgang Fischer den Spielausgang registriert haben. Zum einen haben die Pforzheimer als Viertelfinalist schon einmal 2000 Euro aus dem badischen Fersehgeld-Solidaritätsfond sicher. Bei einem Einzug in Halbfinale winken weitere 2000 Euro. Im Viertelfinale könnte es zudem ein Spiel mit großer Kulisse und damit weitere Sondererlöse geben. Mit Drittligist Karlsruher SC, Regionalligist Waldhof Mannheim und Oberliga-Lokalrivale FC Nöttingen sind immerhin noch drei Hochkaräter im Lostopf, gegen die hohe Zusatzeinnahmen winken. ok