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Dirk Prediger im „Aktuellen Sportstudio“ in Aktion, beobachtet von Andreas Rettig, Moderator Jochen Breyer und Schiedsrichter Manuel Gräfe (von links).   Hoffmann
Dirk Prediger im „Aktuellen Sportstudio“ in Aktion, beobachtet von Andreas Rettig, Moderator Jochen Breyer und Schiedsrichter Manuel Gräfe (von links). Hoffmann
20.12.2015

CfR-Spieler Dirk Prediger im ZDF-Sportstudio: Ein Torwand-Treffer reicht nicht

Mainz/Pforzheim. Am Ende war die Anspannung dann wohl doch zu groß. „Ich war nervös. Definitiv“, gesteht Dirk Prediger ein. Der Offensivspieler des 1. CfR Pforzheim hatte am Samstagabend im „Aktuellen Sportstudio“ des ZDF seinen großen Auftritt an der alt-ehrwürdigen Torwand. Leer ging der 28-Jährige nicht aus. Aber ein Treffer war auch nicht ganz das, was er sich erhofft hatte.

Auch die Chance auf den Hauptgewinn von 25.000 Euro ist nun dahin. Um diese Summe schießen am Jahresende alle Amateure, die bei ihrem Auftritt im Sportstudio im Duell mit den Profis siegreich bleiben. Prediger bekam am Samstagabend gleich mit zwei Kontrahenten zu tun: Andreas Rettig (kaufmänischer Geschäftsführer des Fußball-Zweitligisten FC St. Pauli) und Bundesliga-Schiedsrichter Manuel Gräfe. Rettig brachte es wie Prediger auf einen Treffer, doch Gräfe versenkte bei seinen sechs Versuchen („drei unten, drei oben“) gleich zwei Bälle in den beiden Löchern der Torwand. Der CfR-Stürmer hätte für einen Tagessieg also dreimal treffen müssen.

Sein Tor aus 40 Meter Entfernung beim 3:1-Sieg in der Oberliga beim SSV Reutlingen hatte Prediger die Einladung ins Sportstudio beschert. Und dort zeigte er, dass er auch aus sieben Metern treffen kann – den ersten Versuch aus dieser Distanz versenkte Prediger rechts unten in der Torwand. „Vielleicht war ich mir dann zu sicher. Auf jeden Fall war es bei den nächsten Versuchen komisch“, erzählt der 28-Jährige. Der zweite Schuss ging deutlich daneben, die nächsten waren knapp – und ebenfalls vorbei. „Aber es hat riesig Spaß gemacht, ein großartiges Erlebnis“, berichtet Prediger.

Viel Unterstützung im Studio

An der fehlenden Unterstützung lag es auf jeden Fall nicht. Nicht nur Freundin Lisa hatte den Fußballer nach Mainz begleitet, auch vom CfR waren mehrere Vertreter ins Sportstudio gekommen, darunter Vereinschef Markus Geiser sowie die Teamkameraden Matthias Fixel und Marco Bornhauser. „Das hat gut getan und mich sehr gefreut“, sagt Prediger.

Der CfR-Angreifer war für alle Eventualitäten gewappnet, hatte zur Sicherheit zwei Paar Schuhe dabei. Zum Torwandschießen trat er mit Sneakers und hochgekrempelten Hosenbeinen an. Dass aber das Schuhwerk nicht ausschlaggebend sein muss, demonstrierte Manuel Gräfe. Der Schiedsrichter trat zum Torwandschießen mit auf Hochglanz gewienerten schwarzen Straßenschuhen an.

Bereits um 22.15 Uhr hatte die Aufzeichnung für das „Sportstudio“ begonnen, das ab 23.30 Uhr ausgestrahlt wurde. Später saßen dann alle Beteiligten hinter den Kulissen noch bei einem Bier zusammen, schauten sich die Aufzeichnung an und fachsimpelten bis 1.30 Uhr. Mit Andreas Rettig hatte Prediger einiges zu besprechen – schließlich trug er einst auch das Trikot des FC St. Pauli. Und Manuel Gräfe verriet dann noch, dass er Prediger den Tagessieg von Herzen gegönnt hätte.