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Nach den neuen Plänen sollen Tribüne (Mitte) und Funktionsgebäude (links) getrennt erstellt werden. Rechts das neue Clubhaus, wie es nach der Fertigstellung aussehen soll. Skizze: CFR
Nach den neuen Plänen sollen Tribüne (Mitte) und Funktionsgebäude (links) getrennt erstellt werden. Rechts das neue Clubhaus, wie es nach der Fertigstellung aussehen soll. Skizze: CFR
07.12.2016

CfR-Stadion in der Warteschleife - Ausschuss vertagt Diskussion

Reichlich Diskussions- und Klärungsbedarf gibt es weiterhin bei der Sanierung des Stadions im Brötzinger Tal. Das wurde auch am Mittwoch bei der Haushalts-Vorberatung des Finanzausschusses für den Doppelhaushalt 2017/18 wieder deutlich.

Als das entsprechende Haushaltkapitel von OB Gert Hager im Großen Sitzungssaal des Rathauses aufgerufen wurde, beantragte Stadtrat Axel Baumbusch (Grüne Liste) eine Sperre. Er will also, dass die eingestellten Mittel im Haushalt vorerst nicht zur Verfügung stehen. Weil in der Tat noch einige Dinge zu klären sind, übernahm OB Gert Hager die Sperre ohne weitere Diskussion. „Bei der nächsten Sachentscheidung zu diesem Thema ist die Sperre wieder aufgehoben“, so Hager.

Im weiteren Verfahren dürfte die Sperre keine praktischen Auswirkungen haben, weil es aufgrund der jüngsten Entwicklungen noch einiges abzuklären gibt und der Gemeinderat eh noch einmal über die Stadionsanierung zu befinden hat. Zur Erinnerung: Die Tribüne im Brötzinger Tal sollte ursprünglich für 825 000 Euro saniert werden. Dann wurde beschlossen, das total marode Bauwerk abzureißen und für zusätzliche 850 000 Euro neu zu bauen – mit einem Sportvereinszentrum, das auch andere Vereine nutzen könnten. Bei der jüngsten Hauptversammlung des CfR Pforzheim und bei der vergangenen Sitzung des Sportausschusses wurden nun abgespeckte Pläne für die neue Tribüne vorgestellt (die PZ berichtete). Trotz der etwas reduzierten Bauweise fehlen aber weitere 190 000 Euro.

Die zusätzlichen 850 000 Euro wurden vom Gemeinderat schon genehmigt und im Doppelhaushalt 2017/18 auch berücksichtigt, die weiteren 190 000 noch nicht. Insgesamt verteuert sich das Projekt von ursprünglich veranschlagten 3,6 auf jetzt 4,2 Millionen Euro, wie Sportbürgermeisterin Monika Müller unlängst im Sportausschuss erklärte.

Die Zeit drängt. Weil noch baurechtliche und Zuschussfragen zu klären sind, kann die Baugenehmigung für das neue Tribünenbauwerk in diesem Jahr nicht mehr erteilt werden – befindet sich also zum Ärger viele Mitglieder des CfR weiter in der Warteschleife. Beim Verein hatte man gehofft, dass die Stadt als Eigentümer des Stadions noch 2016 grünes Licht gibt. So wird die endgültige Entscheidung auf der ersten Gemeinderatssitzung 2017 am 21. Februar fallen. Erst dann können die Bagger anrollen. Bei optimalem Verlauf könnte die Tribüne Ende 2017 fertig sein, wahrscheinlicher ist aber eher Sommer 2018.

Probleme gibt es auch mit dem neuen Clubheim. Auch hier galoppierten die Kosten davon, weil zusätzlich ein Aufzug gebaut werden musste und nachträglich Brandschutzauflagen zu erfüllen waren. Auch gab es Probleme mit der Bauleitung, die in Regress genommen werden soll. Der Verein will nun, um Kosten zu sparen, den Innenausbau des Clubhauses in Eigenregie bewerkstelligen.