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Dominik Salz, Angreifer des Fußball-Verbandsligisten 1. CfR Pforzheim, hat sich kürzlich eine Gehirnerschütterung beim Spiel zugezogen - nicht die erste schwere Kopfverletzung in seiner Spielerkarriere.
Dominik Salz, Angreifer des Fußball-Verbandsligisten 1. CfR Pforzheim, hat sich kürzlich eine Gehirnerschütterung beim Spiel zugezogen - nicht die erste schwere Kopfverletzung in seiner Spielerkarriere. © PZ-Archiv
30.10.2014

CfR-Stürmer Dominik Salz über Kopfverletzungen und Vereinsfusion

Dominik Salz, der lange Stürmer beim 1. CfR Pforzheim, macht manches Tor mit dem Köpfchen. Aber er hat auch schon zwei üble Kopfverletzungen hinnehmen müssen: einen Schädelbruch im November 2011 und eine Gehirnerschütterung vor zwei Wochen im Spiel gegen FC Bruchsal. PZ-Redakteur Dominique Salz sprach mit Salz über Kopfverletzungen, Meisterschaft und die Fusion von CfR und SV Kickers Pforzheim.

PZ: Hallo Herr Salz, wie geht’s Ihnen?

Dominik Salz: Gut soweit. Die Schwindelgefühle sind weg, diese Woche habe ich wieder trainiert.

PZ: Vor zwei Wochen im Auswärtsspiel gegen den 1. FC Bruchsal haben Sie sich eine Gehirnerschütterung zugezogen. Wie kam es dazu?

Dominik Salz: Nach einer Ecke bin ich hoch zum Kopfball und mein Gegenspieler hat mich mit der Stirn seitlich am Kopf getroffen. Ich war kurz weg und habe gar nicht mitbekommen, dass ich ein Tor erzielt habe. Ich habe dann weitergespielt, konnte aber irgendwann nicht mehr richtig sehen, also habe ich mich auswechseln lassen.

PZ: Zum Glück hatten Sie einen Kopfschutz an, den Sie nach Ihrem Schädelbruch im November 2011, als Sie noch für den TSV Grunbach spielten, tragen.

Dominik Salz: Absolut! Ohne den Kopfschutz wäre vielleicht viel mehr passiert. In Bruchsal habe ich mich so gefühlt, wie wohl ein Boxer nach jedem Kampf.

PZ: Erst der Schädelbruch, jetzt die Gehirnerschütterung trotz Kopfschutz – haben Sie nicht Angst um Ihre Gesundheit?

Dominik Salz: Darüber mache ich mir nicht so viele Gedanken. Klar, das Schmerzgedächtnis ist da, doch es kann immer etwas passieren, überall. Es ist wie mit der Angst beim Autofahren, wenn man es lässt, wird es nicht leichter. Für mich wäre es schlimmer, wenn ich kein Fußball mehr spielen würde.

PZ: Was sagt Ihre Frau?

Dominik Salz: Die ist natürlich nicht begeistert. Sie weiß aber, dass ich ohne Fußball nicht leben kann.

PZ: Sie gehen immer da hin, wo es wehtut. Werden Sie nach der zweiten Kopfverletzung jetzt Ihre Spielweise ändern?

Dominik Salz: Nein, bestimmt nicht! Das ist mein Stil und der lässt sich nicht verändern. Bisher bin ich ja auch relativ verletzungsfrei durchgekommen.

PZ: Gegen den TSV Reichenbach (am heutigen Freitag um 19.00 Uhr) werden Sie also wieder Vollgas geben?

Dominik Salz: Auf alle Fälle. Ich gehe davon aus, dass ich in der Startelf stehe und wir den nächsten Auswärtssieg einfahren können. Wir reisen jedenfalls mit neuem Outfit an. Unsere Trainingsanzüge sind endlich da.

PZ: Was muss passieren, dass Ihre Mannschaft am Ende der Runde nicht Meister wird?

Dominik Salz: Wir müssen Zweiter werden (lacht). Nein, wir dürfen uns auf keinen Fall zu sicher sein und glauben, das Ding läuft schon von alleine. Wir müssen immer hundert Prozent geben – in jedem Spiel. Nicht weniger ist mehr, sondern mehr ist mehr.

PZ: Läuft alles auf ein Duell CfR gegen Sandhausen U 23 hinaus?

Dominik Salz: Derzeit sieht es ganz danach aus. Die Sandhausener sind gut drauf, haben junge Spieler, die noch was erreichen wollen. Doch auch mit der TSG Weinheim muss man rechnen.

PZ: Was sagen Sie zu einer möglichen Fusion von CfR und den Kickers für die neue Saison?

Dominik Salz: Für die Stadt Pforzheim ist es gut, wenn sie sich auf einen Verein konzentrieren kann. Doch dafür ist viel Manpower gefragt. Ist diese vorhanden, kann man den schlafenden Riesen Pforzheim endlich zum Leben erwecken.