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Der VfB Stuttgart ist trotz der Niederlage mit einem Bein in der 1. Bundesliga.
Der VfB Stuttgart ist trotz der Niederlage mit einem Bein in der 1. Bundesliga. © dpa
14.05.2017

Chance vertan: VfB Stuttgart verliert 0:1 bei Hannover 96

Hannover (dpa/lsw) - Der VfB Stuttgart hat die große Chance auf den vorzeitigen Aufstieg in die Fußball-Bundesliga vergeben und beim direkten Konkurrenten Hannover 96 0:1 (0:1) verloren. Weil Verfolger Eintracht Braunschweig zeitgleich bei Arminia Bielefeld 0:6 verlor, hätte den Schwaben sogar ein Remis zur Rückkehr ins Oberhaus gereicht. Dank der klar besseren Tordifferenz im Vergleich zu Braunschweig ist dem VfB der Aufstieg dennoch kaum noch zu nehmen.

Vor 49 000 Zuschauern in der ausverkauften HDI-Arena erzielte Felix Klaus in der 40. Minute den Siegtreffer für Hannover, das unter Trainer André Breitenreiter ungeschlagen bleibt. Die letzten Minuten musste 96 in Unterzahl überstehen. Salif Sané sah nach einer Notbremse die Rote Karte.

Beiden Teams war die große Bedeutung der Partie zunächst deutlich anzumerken. Keine Mannschaft wollte am Sonntag ein zu großes Risiko eingehen, also blieben Höhepunkte zunächst Mangelware. Hannover verzeichnete in der 16. Minute die erste gute Gelegenheit. Nach einer Flanke von Miiko Albornoz köpfte Niclas Füllkrug aber knapp am Stuttgarter Tor vorbei.

Der VfB tat sich dagegen schwer, seine gewohnte Offensivkraft zu entwickeln. Top-Torjäger Simon Terodde war bei 96-Abwehrchef Salif Sané weitgehend abgemeldet. Auch von Alexandru Maxim, der rechtzeitig für das Topspiel fit geworden war, gingen zunächst kaum Impulse aus. Für Jubel in beiden Fanlagern sorgten in der ersten Halbzeit so zunächst nur die Einblendungen der Zwischenstände vom Spiel Bielefeld gegen Braunschweig auf den Videoleinwänden.

Die Schwaben wurden vor der Pause dagegen nur ein Mal gefährlich. Nachdem Abwehrchef Marcin Kaminski den Ball über den halben Platz nach vorne getrieben hatte, geriet das Anspiel von Maxim auf Terodde aber zu ungenau. Fünf Minuten vor der Pause gingen die Niedersachsen dann doch in Führung. Nach einer feinen Einzelleistung traf Klaus flach ins rechte Eck. 96-Coach Breitenreiter rannte jubelnd auf den Platz, die HDI-Arena war nun endgültig ein Hexenkessel.

Auch nach dem Seitenwechsel hatte Hannover die erste gute Chance. Einen Freistoß von Klaus parierte VfB-Torwart Mitchell Langerak stark zur Ecke. Stuttgarts Trainer Hannes Wolf reagierte und brachte in Daniel Ginczek und Matthias Zimmermann zwei neue Spieler. Eine Maßnahme, die dem Spiel der Gäste sofort gut tat.

Auf einmal wirkten die Aktionen des Tabellenführers zielstrebiger, geriet die Abwehr um Hannovers bis zur Roten Karte starken Abwehrchef Sané erstmals ins Wanken. In der 57. Minute scheiterte Ginczek am gut reagierenden Philipp Tschauner im Tor der 96er, wenig später setzte Kaminski einen Kopfball knapp über das Gehäuse der Hausherren. Maxim setzte einen Freistoß neben das Tor. Zuvor hatte Harnik in der 85. Minute den Pfosten getroffen.