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Im Wildparkstadion des Karlsruher SC wird in der Saison 2017/18 Fußball der 3. Liga zu sehen sein.
Im Wildparkstadion des Karlsruher SC wird in der Saison 2017/18 Fußball der 3. Liga zu sehen sein. © dpa
29.02.2016

Charaktertest im Wildparkstadion: Karlsruher SC gegen Paderborn gefordert

Die Stimmung beim Karlsruher SC war in den vergangenen Tagen gedrückt. „Unglücklich“, seien er und seine Mannschaft nach der 1:2-Niederlage am vergangenen Freitag beim FC Union Berlin gewesen, berichtet Trainer Markus Kauczinski und sagt: „Wir müssen uns vorwerfen, einfach zu blöd gewesen zu sein.“ Dennoch gelte es, vor dem Heimspiel am Dienstag (17.30 Uhr) gegen den Tabellenvorletzten SC Paderborn, den Blick nach vorne zu richten.

Den dritten Tabellenplatz hatten die Badener in der Winterpause anvisiert. Doch für die auf Rang elf abgerutschten Wildparkprofis sind die Spitzenplätze jetzt kein Thema mehr. „Aber es gibt immer Ziele“, sagt der Karlsruher Cheftrainer. „Wir wollen noch das Beste herausholen und so viele Spiele wie möglich gewinnen.“

Sportdirektor Jens Todt ist überzeugt, dass die schwierige Saison nicht „zu Ende plätschern“ werde. Und wenn tatsächlich bei einem seiner Schützlinge die Luft raus sei, „dann werde ich jemanden finden, bei dem das nicht der Fall ist“, warnt Kauczinski.

Warnung vor dem Gegner

Das Spiel ist also auch – oder sogar in erster Linie – ein Charaktertest für die Wildparkprofis. Und der sei nur mit harter Arbeit zu bestehen. Vom Tabellenplatz der seit elf Spielen sieglosen Ostwestfalen dürfe man sich jedenfalls nicht täuschen lassen. „Paderborn ist ein starker Gegner“, sagt Markus Kauczinski über die Gäste. Die Mannschaft seines Kollegen Stefan Effenberg habe „Qualität im Kader“ und einige Dinge verändert. Bereits im Dezember habe man Spieler wie Daniel Brückner, Srdjan Lakic und Mahir Saglik ausgemustert, um im Kampf gegen den Abstieg bestehen zu können. Im Heimspiel gegen Spitzenreiter Leipzig (0:1), in dem Effenberg teilweise Manndeckung angeordnet hatte, hätte der SCP jedenfalls zumindest einen Punkt verdient gehabt.

„Wir müssen an unsere Grenzen gehen, um dieses Spiel zu gewinnen“, ist der KSC-Coach überzeugt. Mit Martin Stoll (Adduktorenprobleme), Daniel Gordon (Oberschenkelzerrung) und Sascha Traut (Schlag auf die Wade) fallen drei Abwehrspieler aus. Innenverteidiger Bjarne Thoelke kommt zu seinem ersten Einsatz in der KSC-Startelf. Welche Veränderungen er ansonsten vornehmen wird, behielt Kauczinski am Montag noch für sich. Gaetan Krebs wird wohl für eine bessere Struktur im Mittelfeld sorgen müssen. Gespannt sein darf man, wem der KSC-Coach die Zehnerposition anvertraut. Boubacar Barry, Dimitrij Nazarov oder Hiroki Yamada? Richtig überzeugt hat aus diesem Trio zuletzt keiner. So könnte sogar eine Systemumstellung von 4-2-3-1 auf 4-4-2 ein Thema sein.

Voraussichtliche KSC-Aufstellung: Vollath – Valentini, Thoelke, Gulde, Kempe – Krebs, Meffert – Torres, Barry, Yamada – Diamantakos