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Wo ist hier das Wasser? Jens Dietz und Vincent Theurer (rechts) mit ihrem Brett. Foto: Meyer
Sein Einhorn hatte einen Hungerast, doch Klemens Schach kam ins Ziel. Fotos: Meyer
Lucas Bittigkoffer
07.07.2019

CityLauf 2019: Surfbrett, Einhorn und Baseballmütze beim PZ-FunRun

Pforzheim. Es braucht nicht viel, um Spaß zu haben. Es reicht ein Surfbrett, ein aufblasbares Einhorn, eine Gummiente und eine Baseballmütze. Alles Dinge, mit denen man gerne einen Tag am Meer verbringt, könnte man meinen. Doch weit gefehlt.

Diese Utensilien waren die treuen Begleiter von einigen verrückten Läufern am Sonntag beim PZ-FunRun im Enzauenpark. Und diese Teilnehmer – von insgesamt 692 Finishern bei 694 Startern (815 gemeldet) – hatten mal so richtig Spaß.

Mehr als 1.600 Teilnehmer beim CityLauf

Auf der Welle des Erfolges surften Vincent Theurer, Jens Dietz und Andreas Schneider zwar nicht unbedingt, doch immerhin finishten die Drei von der Blackforstwave mit ihrem Holzbrett auf dem Kiesbelag. „Das Ding ist nicht gerade windschnittig, aber wir sind ja gute Balancekünstler“, grinste Jens Dietz und überlegte die 10-Kilometer noch zu laufen. Den Heimweg wollte er dann mit dem Brett auf der Enz antreten.

Eigentlich gar nicht zum FunRun antreten wollten Robert Kimmel und Klemens Schach. Doch auf Drängen ihrer lieben Kolleginnen der Firma Chopard konnten sie natürlich nicht Nein sagen. Auch nicht, als diese die beiden kurz vor dem Start noch in ein Einhorn- bzw. Entenkostüm steckten. Im Ziel waren sie mit den Nerven fix und fertig. „Mein Einhorn wollte nur grasen“, so Klemens Schach. „Und meine Ente musste die ganze Zeit aufs Klo“, ärgerte sich Kollege Kimmel.

Bildergalerie: CityLauf 2019: Surfbrett, Einhorn, Baseballmütze beim PZ-FunRun

Mit 83 Jahren im Rollstuhl dabei

Ins Ziel geflattert sind dagegen drei andere Teilnehmer. In Batman-Montur ließen sie einige Konkurrenten hinter sich, suchten aber hinterher flugs das Sauerstoffzelt auf. „Unter der blöden Maske kriegt man ja keine Luft“, meinte einer tiefkeuchend.

Die wohl älteste Teilnehmerin beim FunRun war Ursula Wichmann. Die 83-Jährige saß im Rollstuhl und ließ sich von Patrick Williams und Dennis Steinbrück (Schauinsland) schieben. Vier Kilometer auf dem Schotter – das ging ordentlich an die Substanz. „Ach was“, so Williams. „Wenn unsere Pacemakerin nächstes Jahr wieder mitmachen will, sind wir am Start“, so Steinbrück.

Keineswegs baden gegangen ist hingegen Alex Engelmann. Der Wasserballer des BSC Pforzheim lief nur in Badehose und der Brust-Aufschrift „Wasserballer ohne Bad“. Den Sprung in die Enz verkniff er sich.

Den Sieg und damit ein Jahresabo der Pforzheimer Zeitung sicherte sich zum sechsten Mal in Folge Lukas Bittigkoffer von der LG Region Karlsruhe in 12:21 Minuten. Zweiter wurde Patrick Reischle (TSG 1845 Heilbronn) in 12:36 Minuten. „119 Tage bis New York“, meinte Bittigkoffer nach dem Zieleinlauf nur und hob seine Baseballmütze. Den FunRun nutzte er als kleine Trainingseinheit für den US-Marathon. „Hat Spaß gemacht“, so Bittigkoffer.

Alle Ergebnisse gibt es hier.