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2020 wird Corona zum Hindernis für die Crossläufer (im Bild Robert Meyer). Archiv foto: Ripberger 

Corona: Auch Sparkassen-Cross fällt aus

Pforzheim. Immer wieder haben Wolfgang Hohl und seine Mitstreiter vom LAV Huchenfeld ihr Konzept für den Sparkassen-Cross angepasst, um die Traditionsveranstaltung auch in Corona-Zeiten abhalten zu können. Zunächst wurde beschlossen, dieses Jahr auf das Festzelt zu verzichten, dann wurde der Crosslauf auf einen Sonntag verlegt, um den Kunden des Lohwiesenhof-Ladens aus dem Weg zu gehen.

Nachdem die Corona-Maßnahmen Anfang November nochmals verschärft wurden, waren nur noch Profisportler startberechtigt. Man habe für das Konzept auch die Genehmigung von der Stadt bekommen, sagt Wolfgang Hohl. Dennoch hat sich der LAV Huchenfeld entschlossen, den für den kommenden Sonntag geplanten Crosslauf abzusagen.

Man habe zwar relativ schnell 40 Meldungen zu verzeichnen, nachdem man die Veranstaltung nur noch für Profis ausgeschrieben hatte. „Aber das steht in keinem Verhältnis zu dem Aufwand, den wir betreiben“, sagt Wolfgang Hohl, der mit seinem Sohn Stephan und dessen Frau Tanja den Sparkassen-Cross federführend organisiert. Allein 30 bis 40 Helfer wären bei dem Crosslauf im Einsatz gewesen – und damit fast so viele wie Teilnehmer.

Hotspot vermeiden

Ein weiterer Grund hat den LAV Huchenfeld letztlich zur Absage bewogen. Das Infektionsrisiko war den Organisatoren einfach zu groß. „Die Teilnehmer kommen aus ganz Deutschland. Wir wissen nicht, was die mitbringen. Wir wollen nicht, dass es hinterher heißt, der Sparkassen-Cross war ein Corona-Hotspot“, so Wolfgang Hohl.

Schweren Herzens sagte der LAV somit den Crosslauf, der im vergangenen Jahr 1100 Leichtathleten nach Huchenfeld lockte, ab. Bitter für den Leichtathletik-Verein aus Huchenfeld, der eigentlich nur dafür da ist, um zwei Veranstaltungen auszurichten: den Sparkassen-Cross und den Keibellauf. Beide Läufe mussten trotz sorgfältig ausgearbeitete Hygienekonzepte dieses Jahr kurzfristig abgesagt werden. Für den Keibellauf meldeten sich ebenfalls zu wenig Teilnehmer an. Man wolle 2021 wieder beide Veranstaltungen ausrichten, betont Wolfgang Hohl.

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Anna Wittmershaus

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