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Viel Zeit und Energie widmet Marco Keller (blaues Trikot) dem Fußball und seinem TSV Ötisheim. Die Corona-Pandemie hat den 31-Jährigen nun aber in besonderem Maße ausgebremst. Archiv foto: Becker 

Corona-Pandemie bremst begeisterten Fußballer aus Ötisheim aus

Ötisheim. Für viele ist Fußball ein nettes Hobby, für Marco Keller vom TSV Ötisheim war es spätestens seit dem Sommer etwas mehr. Von Freitagen abgesehen war er jeden Tag auf dem Sportplatz. Dienstag und Donnerstag trainierte er, wie schon in den Jahren zuvor, das Frauen-Team, das samstags spielt. Immer sonntags stand Keller auf dem Platz. Bei den TSV-Männern war er zudem im Training (montags und mittwochs) mehr denn je gefragt, da er zusammen mit Abteilungsleiter Thomas Barho bis zum Jahresende die Verantwortung fürs A-Liga-Team trägt. Im Gespräch mit der „Pforzheimer Zeitung“ sagte Keller auf die Eingangsfrage, ob er seit Ende Oktober unter Fußball-Entzug leide, lachend: „Ein wenig, ja.“ Seit der Spiel- und Trainingsbetrieb ruht, hat der 31-jährige Anhänger des FC Bayern nun samstagnachmittags Zeit, Fußball-Bundesliga zu schauen. Ebenso widmet er sich der Champions League. Was eigene Aktivitäten betrifft, steht zumindest einmal in der Woche Jogging an.

Auch wenn man einander kaum sieht, ruht der Kontakt zu den TSV-Fußballern nicht ganz. Doch Keller registriert, dass es gerade rundum recht ruhig ist: „Man ist halt viel zuhause.“

Das betrifft zumindest die Freizeit. Als Selbstständiger in der Zerspanungsbranche hat Keller beruflich letztlich ausreichend zu tun. Mal ist es mehr, mal weniger. Insgesamt bewertet Keller die betriebliche Situation als akzeptabel. „Vor einem Jahr waren es noch bis zu 13, 14 Arbeitsstunden, jetzt kommt man auch mal mit acht bis zehn hin.“

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Mit Blick auf die Firma ist für ihn auch keine Frage, dass es richtig war, dem Sport wie im Frühjahr eine Corona-Pause zu verordnen. „In einer Firma mit 20 Mitarbeitern ist der Sport für mich auch Risiko.“ Keller erinnert daran, dass im Oktober an einem Wochenende wegen je eines letztlich nicht bestätigten Verdachtsfalls sowohl die TSV-Männer als auch die TSV-Frauen pausierten: „Vorsicht ist besser als Nachsicht.“

Auch sonst will Keller über den Tellerrand schauen. Wie er verrät, widmet er sich nun Planungen für einen Hausbau.

Die alte Fußball-Auslastung wird im neuen Jahr nicht zurückkommen. 2021 steigt ja Raphael Kemmer als Ötisheimer Männer-Trainer ein. Der Neue übernimmt ein Team, das bisher zwei Siege und fünf Niederlagen aufweist.

Acht erzielte Tore sind auch nicht viel. Kapitän Keller hat noch nicht getroffen, wird im Sturm aber weiter eine feste Größe sein, sobald es eben weitergehen kann.

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Ralf Kohler

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