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Hat der KSC auch in der nächsten DFB-Pokalrunde Grund zum Jubeln wie hier nach dem Sieg gegen den HSV? Gegner im Wildparkstadion wird am 30. Oktober der MSV Duisburg sein. © David OBrien Kaiser
26.08.2012

DFB-Pokal: Karlsruher SC gegen Duisburg, VfB Stuttgart gegen FC St. Pauli

Die Bundesligisten hatten bei der Auslosung der 2. Runde im DFB-Pokal Glück. Gleich sieben Teams aus dem Oberhaus genießen Heimvorteil. HSV-Bezwinger und Drittligist Karlsruher SC bekommt eine lösbare Aufgabe: Im Wildparkstadion wird am 30. Oktober der Zweitligist MSV Duisburg erwartet. Der VfB Stuttgart empfängt ZWeitligist FC St. Pauli.

Bildergalerie: DFB-Pokal: KSC siegt gegen HSV

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Den Grundstein für eine weitere Runde im DFB-Pokal hatte Zweitligaabsteiger KSC mit einem 4:2-Sieg gegen den Bundesliga-Dinosaurier Hamburger SV gelegt. Martin Stoll und Elia Soriano besiegelten mit ihren späten Toren den Pokal-K.o. des HSV. In der ersten Hälfte hatten Koen van der Biezen und Selcuk Alibaz jeweils die Führung der Hamburger ausgeglichen. Bereits beim letzten Pokalduell beider Teams im Oktober 2000 hatte der KSC, damals ebenfalls Drittligist, den Favoriten aus dem hohen Norden aus dem Wettbewerb geworfen.

Mit dem MSV Duisburg kommt ein Zweitligateam, das schon viele Spiele im Wildparkstadion absolviert hat. Der Karlsruher SC feierte in der vergangenen Zweitliga-Saison im ersten Pflichtspiel einen Start nach Maß. Damals wurden die Duisburger mit 3:1 nach Hause geschickt. Ähnliches soll sich nach dem Willen der KSC-Fans nun Ende Oktober wiederholen. Bislang konnte der KSC nur im DFB-Pokal gewinnen, während es in den sechs Drittligaspielen bislang nur zu vier Unentschieden und zwei Niederlagen reichte.

Mit einem ehemaligen „Weltpokalsiegerbesieger“ bekommt es der VfB Stuttgart zu tun. Den Schwaben wurde der Zweitligist FC St. Pauli zugelost. Die haben bislang in der 2. Liga noch keine Bäume ausgerissen und in drei Spielen erst zwei Unentschieden geholt. Aber auch der VfB hat ja gerade erst zum Saisonstart eine Heimpleite gegen den VfL Wolfsburg einstecken müssen. Ein unbequemer Gegner dürfte St. Pauli auf jeden Fall sein, zumal wohl alle VfB-Fans den Schwaben die Favoritenrolle zuschieben.

Im ersten DFB-Pokalspiel konnte der VfB allerdings seine Pflichtaufgabe bei dem fünf Ligen tiefer spielenden SV Falkensee-Finkenkrug erwartungsgemäß sicher mit 5:0 bewältigen. Der Sieg war hierbei zu keiner Zeit in Gefahr, doch hätte der Stuttgarter Sieg höher ausfallen können. So blieb es bei den fünf Toren durch Harnik (2), Ibisevic, Tirun und Okazaki.

Sophia Thomalla ist bei der Pokalauslosung nicht in die von den Underdogs erhoffte Rolle der Glücksfee geschlüpft. Die Schauspielerin konnte die Träume der ganz Kleinen von einem Kracher gegen die Branchengrößen nicht erfüllen und bescherte gleich sechs Zweitligisten schwere Auswärtsaufgaben bei Bundesligavereinen.

Mit dem Fußball-Klassiker zwischen Rekordsieger Bayern München und dem 1. FC Kaiserslautern sowie dem einzigen Bundesligaduell der rheinischen Rivalen Fortuna Düsseldorf und Borussia Mönchengladbach dürfen sich die Fans am 30./31. Oktober aber zumindest auf zwei Topspiele freuen.

«Das wird bestimmt ein packender Pokal-Abend. Ein Derby, gerade unter Flutlicht, hat immer einen speziellen Charakter und eine besondere sportliche Brisanz, deshalb freuen wir uns auf diese Herausforderung», sagte Gladbachs Sportdirektor Max Eberl. Bereits am kommenden Samstag treffen beide Teams in der Bundesliga aufeinander. «Da hat es jemand oben im Himmel sehr gut mit uns gemeint», befand Fortunas Vorstandsmitglied Paul Jäger. Für die Anhänger des Aufsteigers sei das wunderbar. «Jetzt haben alle eine Chance, Tickets für die Partie zu bekommen, die am Samstag nicht ins Stadion können», meinte Jäger. Unter anderem wegen der Vorfälle im Relegationsspiel gegen Hertha BSC sind für die Bundesliga-Heimpartie gegen Mönchengladbach nur 30.000 Zuschauer zugelassen.

Titelverteidiger Borussia Dortmund erhielt wie fast alle oberklassigen Teams eine lösbare Aufgabe gegen einen Zweitligisten und reist zum VfR Aalen. Der fünfmalige Pokalsieger FC Schalke 04 bekam mit dem SV Sandhausen ebenfalls einen Zweitliga-Aufsteiger zugelost. Wie Schalke und die Bayern empfangen auch der VfL Wolfsburg, VfB Stuttgart, Hannover 96 und der FSV Mainz unterklassige Teams.

Entsprechend fiel die Reaktion bei den meisten Zweitligisten aus. «Ein Heimspiel gegen den FC Bayern wäre mir lieber gewesen», stöhnte Kaiserslauterns Trainer Franco Foda stellvertretend für seine Leidensgenossen. In bisher acht Pokalduellen mit dem Rekordsieger hatten die Roten Teufel nur einmal das bessere Ende für sich - vor 32 Jahren. «Wir werden versuchen, unsere Außenseiterchance zu nutzen», meinte Foda.

Die drei verbliebenen Clubs aus der Regionalliga hofften vergeblich auf einen attraktiven Gegner aus dem Oberhaus, können sich in den Duellen mit Gegnern aus der zweiten Liga aber zumindest sportlich etwas ausrechnen. Wormatia Worms trifft auf den 1. FC Köln, Hoffenheim-Schreck Berliner AK spielt gegen 1860 München. «Wir haben uns eigentlich etwas Besseres vorgestellt», moserte Offensivmann Kevin Kruschke.

Der TSV Havelse will gegen den VfL Bochum einen ähnlichen Coup wie gegen den 1. FC Nürnberg schaffen. «Allein ein Spiel in der 2. Runde ist ein Highlight für uns. Da spielt der Gegner keine Rolle. Wir freuen uns auf Bochum», erklärte Trainer André Breitenreiter.

Die Spiele in der nächsten DFB-Pokalrunde vom 30. Oktober 2012:

Karlsruher SC - MSV Duisburg

Arminia Bielefeld - Bayer Leverkusen

TSV Havelse - VfL Bochum

Berliner AK 07 - 1860 München

Kickers Offenbach - 1. FC Union Berlin

Wormatia Worms - 1. FC Köln

Preußen Münster - FC Augsburg

Eintr. Braunschweig - SC Freiburg

Hannover 96 - Dynamo Dresden

Schalke 04 - SV Sandhausen

VfR Aalen - Borussia Dortmund

Bayern München - 1. FC Kaiserslautern

FSV Mainz 05 - FC Erzgebirge Aue

Fortuna Düsseldorf - Bor. Mönchengladbach

VfL Wolfsburg - FSV Frankfurt

VfB Stuttgart - FC St. Pauli