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CfR Pforzheim

Volles Haus auf dem Holzhof (oben): Aus dem Fußballfest im DFB-Pokal bleibt dem CfR trotz hoher Kosten noch ein schöner Gewinn. Die Bengalischen Feuer der Bayer-Fans (unten) haben ein Nachspiel vor dem DFB-Sportgericht. Foto: Ketterl
Volles Haus auf dem Holzhof (oben): Aus dem Fußballfest im DFB-Pokal bleibt dem CfR trotz hoher Kosten noch ein schöner Gewinn. Die Bengalischen Feuer der Bayer-Fans (unten) haben ein Nachspiel vor dem DFB-Sportgericht. Foto: Ketterl
06.09.2018

DFB-Pokal hat sich für den CfR Pforzheim gelohnt

Pforzheim. Das DFB-Pokalspiel gegen Bayer 04 Leverkusen hat dem 1. CfR Pforzheim unheimlich gut getan. Der noch relativ junge Verein ist durch dieses Mega-Ereignis und dem mit der Durchführung verbundenen Kraftakt im Stadion Holzhof noch enger zusammengerückt.

Ganz nebenbei wurde man erstmals auch einem größeren Publikum bundesweit bekannt. „Der emotionale Wert dieses Spieles ist sehr, sehr hoch, für den Verein und für Pforzheim. Es war ein Kraftakt bis an die Schmerzgrenze. Aber es hat sich gelohnt“, sagt Wolfgang Fischer, im CfR-Vorstand für die Finanzen zuständig.

Hat es sich auch finanziell gelohnt? Wolfgang Fischer hat noch keine exakten Zahlen vorliegen, rechnet aber am Ende mit einem Überschuss von 60 000 bis 65 000 Euro. Der Verein erhält 121 000 Euro TV-Gelder vom DFB, rund 80 000 Euro wurden an Eintrittsgeldern im ausverkauften Holzhof (knapp 5000 Zuschauer) eingenommen. 30 000 Euro nahm man durch Bewirtung ein, etwa 4000 Euro durch den Verkauf von Fanartikeln.

Größter Ausgabeposten war natürlich die Ertüchtigung des Stadions Holzhof, die mit rund 100.000 Euro zu Buche schlägt. Teuer waren die Dixi-Klos, um das Wildpinkeln im Wasserschutzgebiet zu verhindern. Das zusätzliche VIP-Zelt musste bezahlt werden. Von den Eintrittsgeldern erhalten Bayer Leverkusen und der DFB einen Anteil. Die Schiedsrichter der Partie mussten entlohnt werden. Vom Eintrittsgeld in Höhe von 80 000 Euro bleiben dem CfR, so Wolfgang Fischer, um die 20 000 Euro. Der gesamte Überschuss von 60.000 bis 65.000 Euro soll in vollem Umfang zur Tilgung der CfR-Verbindlichkeiten verwendet werden, so Fischer. Bei der letzten Hauptversammlung des CfR im November 2017 wurde der Stand der Verbindlichkeiten mit 403.000 Euro beziffert. Vorwiegend Altlasten, heißt es.

Ob die Pokalpartie vom 19. August noch ein sportgerichtliches Nachspiel haben wird, ist offen. Während der Partie wurden aus dem Gästeblock Papierschnipsel aufs Spielfeld geworfen und Bengalos abgebrannt. „Der DFB-Kontrollausschuss hat nach den Vorfällen Ermittlungsverfahren gegen beide Vereine eingeleitet. Im ersten Schritt wurden beide Klubs angeschrieben und zu Stellungnahmen zu den Vorkommnissen aufgefordert. Nach Vorliegen und Auswertung der Stellungnahmen sowie weiterer Materialien wird der Kontrollausschuss über den weiteren Fortgang der Verfahren entscheiden“, teilt der DFB auf Nachfrage mit. Über mögliche Bestrafungen oder Rechtsfolgen wolle man während der Phase der Ermittlungen grundsätzlich nicht spekulieren, heißt es aus der DFB-Zentrale in Frankfurt.