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FC Nöttingen freut sich über FC Schalke 04 als Pokalgegner © Tilo Keller
dfbpokal © dpa
15.06.2013

DFB-Pokal-Hammer: FC Nöttingen gegen FC Schalke 04

Der Karlsruher SC und der FC Nöttingen dürfen sich Anfang August auf zwei Partien gegen zwei Top-Mannschaften des deutschen Fußballs freuen. Unter den Augen von DFB-Präsident Wolfgang Niersbach bescherte die ehemalige Fußballspielerin Nia Künzer als Glücksfee vor allem dem Oberligisten FC Nöttingen mit dem FC Schalke 04 ein absolutes Traumlos in der ersten Runde des DFB-Pokals. Der Karlsruher SC bekommt es dagegen in der ersten Runde mit dem ehemaligen Deutschen Meister der Saison 2008/2009, dem VfL Wolfsburg, zu tun.

Bildergalerie: FC Nöttingen freut sich über FC Schalke 04 als Pokalgegner

Der Jubel war grenzenlos nachdem der Deutsche Fußballpräsident Wolfgang Niersbach vor laufender Kamera den Nöttinger Gegner in der ersten Pokalrunde verkündete – den FC Schalke 04. Mit den Königsblauen bekommen die Nöttinger das erhoffte Traumlos und können sich auf ein unvergessliches Pokalspiel freuen.

Bereits im Vorfeld war die Anspannung beim Oberligisten zu spüren, auch wenn parallel dazu das alljährliche Helferfest ausgetragen wurde. Die Hauptattraktion am Abend war ohne Wenn und Aber die Pokalauslosung. Viele der anwesenden Spieler, Funktionäre und Anhängern des Vereins wünschten sich den FC Bayern München oder die Borussen aus Dortmund. Als gegen Ende der Auslosung die beiden Champions-League Finalisten schon gezogen waren, machte sich die erste Unsicherheit bei den Zuschauern breit. Die Angst, einen eher schwächeren und unattraktiven Gegner zu ziehen war spürbar.

Zu diesem Zeitpunkt war nur noch der FC Schalke 04 als großes Aushängeschild Deutschlands im Lostopf. Schalke, Schalke-Rufe wurde immer lauter und endeten nach der Bekanntgabe der Königsblauen schlussendlich in ohrenbetäubendem Lärm. Die mitfiebernden Nöttinger ließen ihren Emotionen freien Lauf und feierten zusammen das Hammerlos. Für FCN-Manager Dirk Steidl ist dieser Gegner schlichtweg „ein Traum.“

Auch Minuten später konnte der Präsident seine Gedanken noch nicht richtig einordnen: „Das gibt’s gar nicht.“ Für die Anhänger und Verantwortlichen des Clubs geht ein Traum in Erfüllung. Auch die Spieler konnten ihr Glück kaum fassen. Abwehrspieler Holger Fuchs sprach vom „besten Los, das wir bekommen konnten.“

Über mögliche Siegchancen in der ersten Runde wollte zunächst noch keiner wirklich nachdenken – die Freude über den Gegner, der auch in der kommenden Saison in der Champions League vertreten ist, war zu groß.

Wie im vergangenen Jahr wird man aber auch dieses Mal den großen Bundesligisten nicht im Nöttinger Panoramastadion auf heimischen Rasen begrüßen können. Gespräche mit dem Karlsruher SC seien bereits geführt worden, am Montag wolle man sich noch einmal zusammensetzen und konkretere Verhandlungen führen, sagte Dirk Steidl. In der Saison 2012/2013 hatte man im Pokal-Spiel gegen Hannover 96 nach Reutlingen ausweichen müssen, da sich kein geeignetes Stadion in der Region finden ließ (die PZ berichtete).

Die 32 Begegnungen der ersten Runde des DFB-Pokals sind:

TSG Pfeddersheim (Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar) - SpVgg Greuther Fürth
SV Schott Jena (NOFV-Oberliga Süd) - Hamburger SV Sportfreunde
Baumberg (Oberliga Niederrhein) - FC Ingolstadt
1. FC Saarbrücken - Werder Bremen
SG Aumund-Vegesack (Bremen-Liga) - 1899 Hoffenheim
SC Wiedenbrück (Regionalliga West) - Fortuna Düsseldorf
FV Illertissen (Regionalliga Bayern) - Eintracht Frankfurt
Eintracht Trier (Regionalliga Südwest) - 1. FC Köln
Optik Rathenow (Regionalliga Nordost) - FSV Frankfurt
Neckarsulmer Sport-Union (Verbandsliga Württemberg) - 1. FC Kaiserslautern
Darmstadt 98 - Borussia Mönchengladbach
SV Lippstadt (Regionalliga West) - Bayer Leverkusen
Erzgebirge Aue/MSV Duisburg (wegen ungeklärter Lizenzfrage) - SC Paderborn
1860 Rosenheim (Regionalliga Bayern) - VfR Aalen
Fortuna Köln (Regionalliga West) - 1. FSV Mainz 05
Schwarz-Weiß Rehden (Regionalliga Nord) - Bayern München (TV)
TSG Neustrelitz (Regionalliga Nordost) - SC Freiburg
Preußen Münster - FC St. Pauli
Arminia Bielefeld - Eintracht Braunschweig
1. FC Magdeburg (Regionalliga Nordost) - Energie Cottbus
Karlsruher SC - VfL Wolfsburg
VfL Osnabrück - Erzgebirge Aue/MSV Duisburg (wegen ungeklärter Lizenzfrage)
BFC Dynamo (NOFV-Oberliga Nord) - VfB Stuttgart
Jahn Regensburg - Union Berlin
SV Sandhausen - 1. FC Nürnberg
SV Wilhelmshaven (Regionalliga Nord) - Borussia Dortmund
Victoria Hamburg (Regionalliga Nord) - Hannover 96
1. FC Heidenheim - 1860 München
FC Nöttingen (Oberliga Baden-Württemberg) - Schalke 04
RB Leipzig - FC Augsburg
Bahlinger SC (Oberliga Baden-Württemberg) - VfL Bochum
VfR Neumünster (Regionalliga Nord) - Hertha BSC