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Torsten Uhrig (rechts) für Bayern München und Jermaine Moore für Borussia Dortmund spielten im PZ-Tippkickstadion ein DFB-Pokalfinale en miniature. Foto: Kurtz
20.05.2016

DFB-Pokalfinale in der PZ: Tippkick-Match der Fußballgiganten

In einem Punkt waren sich beide einig. Das DFB-Pokalfinale am Samstag in Berlin geht 2:1 aus. Doch dann scheiden sich auch schon gleich wieder die Geister. Torsten Uhrig von den Red Sox Kämpfelbach sieht Bayern München vorne, Jermaine Moore von den Goldstadt-Borussen tippt auf seine Dortmunder. Das Pokaltreffen der deutschen Fußballgiganten hat die Onlineplattform PZ-news.de vorab im PZ-Medienhaus simuliert: die Bayern gegen die Borussen am Tippkick-Spielfeld.

Bildergalerie: DFB-Pokalfinale im Tippkick-Format

Hände schütteln, nettes Geplauder, Uhrig und Moore sind ganz entspannt, auch wenn beide sofort am Trikot des anderen sehen können, dass sie nicht den gleichen Verein lieben. Kurze Einweisung und dann wird es Ernst. Zweimal drei Minuten lang haben die Fanclübler Zeit, mit ihren Tippkick-Männlein den vieleckigen schwarz-weißen Ball ins Tor zu katapultieren. Für die Spätgeborenen: Das ist so etwas wie „Fifa“ auf der Playstation zocken, nur ohne Controller, ohne Konsole, ohne Bildschirm, ohne Strom.

Uhrig führt zur Halbzeit 2:0. Bayern-Dusel? Nein. Er legt in Hälfte zwei eiskalt nach und macht routiniert vier weitere Tore. Er wird seinen Enkeln später einmal erzählen, dass es fünf waren und man ihm am PZ-Redaktionstisch eines gestohlen hat. Ausgerechnet der als Schiedsrichter im Kreis Pforzheim aktive Uhrig legt sich bei einer glasklaren „Kein Tor“-Entscheidung mit den PZ-Offiziellen an!

Für Moore endet der Ausflug ins Tippkickstadion an der Poststraße mit einer ordentlichen Portion Frust. 0:6 – da ging ja gar nichts für den Wilferdinger Fußballspieler. Tapfer, aber glücklos führte er sein gelbes Männlein übers Filzgrün. Der junge Mann in Gelb hofft nun auf einen ganz anderen Auftritt seiner im Olympiastadion auflaufenden Lieblingsspieler: „Es zählt, was am Samstag auf dem Platz passiert.“

Er wird das genau beurteilen können, denn er hat einen Platz im Stadion. Acht Tickets gab es für seinen Fanclub, 22 weitere Dortmund-Anhänger aus der Region fahren noch mit. Zumindest in diesem Punkt liegen die Goldstadt-Borussen vorne. Dieses Mal gab es nämlich nur zwei Finale-Karten für die Red Sox Kämpfelbach. Uhrig organisiert mit seinen Kumpels aber noch ein Großleinwandevent mit Weizenbier und Weißwürsten.

Beide sind Sportsmänner genug, um sich gegenseitig einen schönen Fußballtag zu wünschen. Rivalität ja, Respekt aber auch. Rot und Gelb – das geht überraschend gut.