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KSC-Präsident Ingo Wellenreuther muss mit einem Minus von 2,5 Millionen Euro leben. Überdies muss der Zweitliga-Fußballverein noch eine Strafe an den DFL bezahlen, weil die Sparmaßnahmen nicht den geforderten Erfolg hatten.
KSC-Präsident Ingo Wellenreuther muss mit einem Minus von 2,5 Millionen Euro leben. Überdies muss der Zweitliga-Fußballverein noch eine Strafe an den DFL bezahlen, weil die Sparmaßnahmen nicht den geforderten Erfolg hatten. © dpa-Archivbild
17.10.2011

DFL-Strafe fällig: KSC mit 2,5 Millionen Euro Verlust

Karlsruhe. Der Fußball-Zweitligist Karlsruher SC hat die vergangene Saison mit einem Minus von rund 2,5 Millionen Euro abgeschlossen. Das teilte Präsident Ingo Wellenreuther am Montag auf der Bilanzpressekonferenz des Vereins mit. In seiner Prognose im Juni 2010 hatte der Verein allerdings noch mit einem Verlust von rund 3,6 Millionen gerechnet.

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"Das zu erreichen, war eine große Kraftanstrengung", räumte Wellenreuther ein. Dennoch drohe dem KSC eine Strafe in Höhe von rund 275.000 Euro, weil er den von der Deutschen Fußball Liga (DFL) vorgegebenem Schuldenabbau nicht habe stemmen können. "Bei den Rahmenbedingungen, die wir haben, ist es in der 2. Bundesliga fast nicht möglich, in die schwarzen Zahlen und damit zu einer Verringerung des negativen Eigenkapitals zu kommen", erklärte Wellenreuther. Der CDU-Politiker unterstrich jedoch, dass ausnahmslos alle fälligen Verbindlichkeiten des Vereins beglichen worden seien.

Insgesamt verzeichneten die Badener zwar 523.000 Euro mehr Einnahmen aus der Werbung, allerdings schlugen gleichzeitig Mindereinnahmen in Höhe von 2,08 Millionen aus Fernsehgeldern und Zuschauereinnahmen zu Buche. Der Aufwand für Spielergehälter sank um 1,2 Millionen auf 7,7 Millionen Euro.

An den Leipziger Medienunternehmer Michael Kölmel überwies der KSC 512.000 Euro aus der TV-Verwertung. "Das einzig Gute an der Kölmel-Vereinbarung ist, dass wir 2019 aus dem Vertrag aussteigen können", sagte Wellenreuthers Präsidiumskollege Georg Schattling. Die Modifikation des Vertrags hatte das Vorgängerpräsidium um den zurückgetretenen Paul Metzger ausgehandelt. dpa