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Rugby-Bundesliga: Erfolgsmodell TV Pforzheim

Tafadzwa Chitokwindo war schon im Achtelfinale des DRV-Pokals gegen den SC Neuenheim ein ständiger Gefahrenherd für den Gegner und fast nie zu halten. Für den TV Pforzheim will der 7er-Rugby-Nationalspieler von Simbabwe auch gegen den SC Frankfurt 1880 Versuche legen.
Tafadzwa Chitokwindo war schon im Achtelfinale des DRV-Pokals gegen den SC Neuenheim ein ständiger Gefahrenherd für den Gegner und fast nie zu halten. Für den TV Pforzheim will der 7er-Rugby-Nationalspieler von Simbabwe auch gegen den SC Frankfurt 1880 Versuche legen. © Jürgen Keller
21.06.2018

DRV-Pokal: Im Viertelfinale empfängt Titelverteidiger TV Pforzheim den Vorjahresfinalisten

Pforzheim. „Das wird ein ganz schweres Spiel, aber im Pokal-Viertelfinale gibt es sowieso keine leichten Gegner mehr“, sagt John Willis und blickt mit einer gehörigen Portion Respekt aufs nächste Spiel seiner „Rhinos“. Der Trainer des Rugby-Bundesligisten TV Pforzheim muss sich überlegen, wie er sein Team auf den SC Frankfurt 1880 einstellen kann, schließlich soll dem TVP am Samstag, 23. Juni, 14 Uhr im SüdwestEnergie-Stadion in Pforzheim-Eutingen der erste Sieg der Saison gegen die Hessen gelingen.

2017 konnte der TV Pforzheim erstmals den DRV-Pokal gewinnen – mit einem 52:18-Sieg gegen die Frankfurter. Der Titelverteidiger aber muss sich nach einer schweren und nicht immer glücklichen Bundesliga-Saison im Pokal erst noch durchbeißen. Und das gilt gerade erst recht gegen den SCF, der vom Vorjahr noch eine Pokalfinale-Rechnung offen hat und mit dem sich die Pforzheimer in der Bundesliga bis zuletzt – und am Ende erfolgreich – einen heißen Kampf um den dritten Tabellenplatz lieferten.

In den beiden Bundesligiaspielen der Saison 2017/18 gab es eine unnötige 12:31-Niederlage in Frankfurt und ein hart umkämpftes 19:19-Unentschieden im Heimspiel. „Da haben wir nicht geglänzt“, weiß Willis. Aber die Spieler seien heiß darauf, jetzt den ausgebliebenen Sieg einzufahren.

„Das Match ist eine ganz harte Herausforderung an jeden von uns“, warnt Willis davor, das Viertelfinale im DRV-Pokal auf die leichte Schulter zu nehmen. Im Achtelfinale gegen den SC Neuenheim hatte der TVP auf etliche Spieler aus der zweiten Mannschaft und der Jugend zurückgegriffen. Gegen den Bundesliga-Absteiger klappte das überraschend gut, doch der SCF ist ein anderes Kapitel. Die Mannschaft ist wesentlich stärker einzuschätzen, kann kompakt im Sturm dagegenhalten und hat auch pfeilschnelle Spieler, die auf die Lücke in der Abwehrreihe warten, um durchbrechen zu können. Die blitzschnellen Sprints sind aber auch die Spezialität der Pforzheimer, die im Achtelfinale mit Manasah Sita und Tafadzwa Chitokwindo laufend für Alarmstufe Rot bei Neuenheim gesorgt haben.

Verzichten muss Willis auf Luke Wakefield (Schulterverletzung) und eventuell auf Irvine Nduwa, der noch einen letzten Fitnesstest machen muss. „Das wird ein großes Spiel. Wenn wir bei unserem Spielplan bleiben und clever Rugby spielen, werden sich Chancen einstellen, und dann können wir auch den gewünschten Sieg holen“, gibt Willis als Devise aus.

DRV-Pokal Viertelfinale: TV Pforzheim – SC Frankfurt 1880, Samstag, 23. Juni, 14 Uhr, SüdwestEnergie-Stadion, Rattachweg 46 in Pforzheim-Eutingen

DRV-Pokal Viertelfinale

23.06.

15 Uhr

Neckarsulmer SU

-

 Hannover 78

23.06.

15 Uhr

TV Pforzheim

-

 SC Frankfurt 1880

23.06.

17 Uhr

TSV Handschuhsheim

-

 RK Heusenstamm

24.06.

15 Uhr

Heidelberger RK

-

 RG Heidelberg

 

Rugby-Bundesliga Süd-West

Punkte

+ / -

1

Heidelberger RK

65

+781

2

RG Heidelberg

59

+189

3

TV Pforzheim

50

+332

4

SC Frankfurt 1880

42

-14

5

TSV Handschuhsheim

32

-102

6

Neckarsulmer SU

20

-260

7

RK Heusenstamm

15

-400

8

SC Neuenheim

11

-526