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Rugby-Bundesliga: Erfolgsmodell TV Pforzheim

Tafadzwa Chitokwindo war von den Frankfurtern nicht zu halten und legte drei Versuche. Foto: PZ-Archiv, J. Keller
Tafadzwa Chitokwindo war von den Frankfurtern nicht zu halten und legte drei Versuche. Foto: PZ-Archiv, J. Keller
25.06.2018

DRV-Pokal: TV Pforzheim weiter auf Kurs Titelverteidigung

Pforzheim. TV Pforzheim gegen SC Frankfurt 1880 – das war 2017 das DRV-Pokalfinale. Und so wie damals der TVP mit 50:18 gewinnen konnte und erstmals deutscher Pokalsieger wurde, so schlugen die „Rhinos“ jetzt auch im Viertelfinale der aktuellen Pokalrunde den Vierten der Rugby-Bundesliga Süd/West mit 59:33 recht deutlich.

Zu erwarten war das allerdings nicht, denn in der Bundesliga hatte der TVP zuvor in Frankfurt verloren und im Rückspiel daheim nur ein 19:19-Remis holen können. Dass es ein hartes Match werden könnte, schien also vorprogrammiert.

TVP-Coach John Willis hatte seine Spieler gewarnt. Bloß keine unnötigen Ballverluste durch überhastetes Spiel, in Ruhe die Chancen ausspielen, mannschaftlich geschlossen auftreten, keine Disziplinlosigkeiten, die zu Straftritten führen. Der SCF wurde als brandgefährlich eingestuft, als ein Team, das man in der Bundesliga erst spät vom dritten Platz verdrängen konnte.

Und genau so legten die Hessen los. Nach wenigen Minuten stürmte der SCF ins Pforzheimer Malfeld und ging 5:0 in Führung. Doch das Zittern der TVP-Fans wich bald einer euphorischen Stimmung, denn die wieselflinken Sprinter der „Rhinos“ überrannten ein ums andere Mal die Abwehrlinie der Frankfurter. Der erste kraftvolle Spurt ins hessische Malfeld geht auf das Konto von Manasah Sita. Auch der schnelle Marc Hittel legte einen Versuch. Nicht zu bremsen war einmal mehr Tafadzwa Chitokwindo, der mit seinem typischen Lächeln auf dem Gesicht allen davon lief und gleich dreimal zum Versuch eintauchte. Vergessen die schwere Verletzung aus dem letztjährigen Pokalfinale, wo Chitokwindo kurz vor dem Frankfurter Malfeld stürzte und danach sieben Monate lang nicht mehr spielen konnte.

Diese rasanten Vorstöße brachten dem TVP deutlichen Raumgewinn und öffneten auch Lücken für die starken Männer aus den Sturmreihen, wie Lee Murray, Tim Kasten, Antipas Kamkwindo oder Samj Harris. Oliver Paine hatte sieben von neun Erhöhungskicks verwandelt. Schon in der ersten Halbzeit machte der TVP alles klar, was dazu führte, dass die Pforzheimer in der zweiten Hälfte etwas lockerer auftraten und so den nicht aufgebenden Frankfurtern Gelegenheiten zu Versuchen boten. Doch am Ende reichte es für die „Rhinos“ nach den beiden Bundesliga-Patzern der Saison 2017/18 deutlich zum ersten Sieg gegen die Hessen.

Und damit hat der TVP weiterhin eine Chance auf die Titelverteidigung, denn nun wartet im Halbfinale am kommenden Samstag, 15 Uhr im SüdwestEnergie-Stadion am Rattachweg in Pforzheim-Eutingen die Neckarsulmer SU, die in ihrem ersten Jahr im Rugby-Oberhaus gleich auf Platz sechs landeten. In der Bundesligasaison 2017/18 gab es gegen die Neckarsulmer zwei Siege für die Pforzheimer, die sie sich aber gegen massiven Widerstand hart erarbeiten mussten. --- uh ---

TVP-Versuche: Tafadzwa Chitokwindo (3), Manasah Sita, Marc Hittel, Antipas Kamkwindo, Lee Murray, Tim Kasten, Samj Harris

TVP-Kicks: Oliver Paine (7 von 9 Erhöhungen)

Nächstes TVP-Spiel: Halbfinale im DRV-Pokal, TV Pforzheim – Neckarsulmer SU, Samstag, 30. Juni, 15 Uhr, SüdwestEnergie-Stadion am Rattachweg in Pforzheim-Eutingen

Viertelfinale DRV-Pokal 2018

Heidelberger RK

17:47

RG Heidelberg

TSV Handschuhsheim

14:37

RK Heusenstamm

Neckarsulmer SU

33:28

Hannover 78

TV Pforzheim

59:33

SC Frankfurt 1880

Halbfinale DRV-Pokal 2018

Sa., 30. Juni, 15 Uhr

RG Heidelberg

RK Heusenstamm

Sa., 30. Juni, 15 Uhr

TV Pforzheim

Neckarsulmer SU