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Mitfiebern in Zeiten der Pandemie: KTV-Cheftrainer Steve Woitalla beim jüngsten Heimwettkampf gegen Frankfurt mit Mund-Nasen-Bedeckung. Ripberger/PZ-Archiv 

DTL-Finalkämpfe: KTV Straubenhardt will am 21. November nicht bei TG Saar antreten

Straubenhardt. Wie es für die KTV Straubenhardt in der Deutschen Turnliga (DTL) weiter geht, ist derzeit offen. Zum eigentlich am 21. November bei der TG Saar geplanten Halbfinale bei der TG Saar möchte das Team nicht antreten. Die Frage, ob es zu einer Verschiebung des Wettkampfes auf den 5. Dezember kommt, lässt sich aktuell nicht seriös beantworten.

Beim amtierenden deutschen Meister hat man sich dieser Tage eingehend beraten. Danach ging ein Brief an die DTL und die TG Saar, in dem die Straubenhardter ihre Position darlegten. Dabei sieht sich der Turnverein aus dem Schwarzwald auch in der Verantwortung gegenüber den Sportlern: „Wir werden unsere Athleten schützen. Ihre Gesundheit steht im Vordergrund“, sagt KTV-Cheftrainer Steve Woitalla. In einer Pressemitteilung des Vereins vom gestrigen Mittwoch heißt es: „Das Hauptaugenmerk der KTV Straubenhardt liegt auf dem Gesundheitsschutz aller Beteiligten und der Vorbildfunktion des Sports bei der Unterstützung der Eindämmungsmaßnahmen.“

Der DTL geht es augenblicklich wie fast allen Sportligen im Profibereich. Die Frage, wie man die Saison weiterführen und womöglich retten kann, treibt die Verantwortlichen um. Deshalb werden Alternativszenarien entwickelt. Dazu zählt auch der Ausweichtermin 5. Dezember für die DTL-Halbfinalwettkämpfe (TG Saar – KTV Straubenhardt und TV Schwäbisch Gmünd-Wetzgau – Siegerländer KV), falls am 21. November pandemiebedingt nicht geturnt werden kann.

Die Frage ist nun, wie die Beteiligten das sehen. Kann am 21. November geturnt werden, oder nicht? Ist eine Verschiebung auf den 5. Dezember möglich? Und wie sieht es im Dezember generell mit Sport aus?

Warten auf Antwort

Das ist nun alles offen. Bei der KTV warten sie nun auf eine Antwort aus dem Saarland und von der DTL-Leitung. Was passiert, falls Liga und TG Saar auf dem 21. November beharren? Was passiert bei einer Verlegung auf den 5. Dezember, falls sich die Pandemie-Situation bis dahin nicht grundlegend entspannt hat? Gute Fragen, auf die es bislang keine Antwort gibt.

Klar ist hingegen, dass die Plätze fünf bis acht in der Liga nicht ausgeturnt werden. Und dass das Finale 2020, wenn am 19. Dezember tatsächlich geturnt werden kann, nicht wie geplant in der Ludwigsburger mhp-Arena stattfindet. Darauf haben sich der Hallenbetreiber und die DTL geeinigt. Aufgrund der drastischen Einschränkungen durch die Corona-Krise – sprich: ohne oder mit nur wenigen Zuschauern – sei das Finale „organisatorisch nicht sinnvoll umzusetzen“, heißt es in einer DTL-Veröffentlichung. Seit 2016 ermittelte die Turnliga ihren Meister in der Multifunktionsarena in Ludwigsburg, der Fünf-Jahres-Vertrag endet nun ohne abschließenden Glanzpunkt. Stattfinden könnte das Finale nun in Schwäbisch Gmünd, wo einer der vier Halbfinalisten beheimatet ist. Dort könnten dann auch die Frauen ihren Meister 2020 küren.