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08.10.2015

Das Derby FCN vs. CfR: Duell der Seriensieger

Derbys sind Feiertage im Fußball, egal in welcher Liga. Am Freitag steht wieder ein solcher Feiertag im Terminkalender. Die Fans fiebern dem Lokalkampf zwischen dem FC Nöttingen und dem 1. CfR Pforzheim entgegen. Anpfiff dieser Schlager-Partie in der Oberliga Baden-Württemberg ist um 19.00 Uhr im Nöttinger Panoramastadion. Vor dem Derby beantwortet die PZ die wichtigsten Fragen.

Umfrage

Wem drücken Sie beim Oberliga-Topspiel FC Nöttingen gegen 1. CfR Pforzheim am Freitag die Daumen?

FC Nöttingen 48%
1. CfR Pforzheim 52%
Stimmen gesamt 824

Wie ist die Ausgangslage? Das Derby ist ein echtes Spitzenspiel. Tabellenführer Nöttingen trifft auf den Vierten CfR Pforzheim. Nöttingen ist noch ungeschlagen (acht Siege, ein Remis) und Topfavorit für den Wiederaufstieg in die Regionalliga. Der CfR hat nach einem schwachen Start die Kurve gekriegt und zuletzt fünf Spiele in Folge (!) gewonnen.

Tickets und Parkplätze

Für das Derby gibt es ausreichend Eintrittskarten. Das Nöttinger Panoramastadion fasst rund 3000 Zuschauer,
etwa 2000 werden erwartet. Wie der FC Nöttingen mitteilt, gibt es rund ums Stadion ausreichend Parkplätze. Die Fans sollen die Anweisungen der Ordner beachten. Die Anfahrt aus Pforzheim ist wie gewohnt. Wer aus westlicher Richtung (Karlsruhe) kommt, muss allerdings die Umleitung wegen einer Baustelle beachten. Die B 10 Richtung Pforzheim ist innerhalb Wilferdingens gesperrt. Es gibt eine beschilderte Umleitung. In der Ortsmitte von Wilferdingen geht es rechts ab Richtung Nöttingen. Weil es keinen Vorverkauf gibt, können Schlangen an den Kassen entstehen. Deshalb wird zu frühzeitiger Anreise geraten. Die Kassen sind ab 17.00 Uhr geöffnet. Anpfiff ist um 19.00 Uhr. mm

Wer ist Favorit im Derby? Klar der FC Nöttingen. Die Lilahemden werden mit ihrem herausragenden Kader schon FC Bayern der Oberliga genannt. Beim 5:0-Sieg gegen das ebenfalls sehr ambitionierte Oberliga-Spitzenteam des Karlsruher SC II untermauerte der FCN diese These. Doch der CfR ist nicht chancenlos und kann mit seinem Kader auch sehr weit vorne in der Tabelle landen.

Das sagen die Trainer: Nöttingens Michael Wittwer glaubt, dass seine Jungs richtig heiß sind aufs Derby. „Ich brauche sie nicht extra zu motivieren.“ Dass sein Team Favorit ist, ist für Wittwer normal: „Das sind wir diese Saison doch immer.“ CfR-Coach Teo Rus reist mit breiter Brust nach Nöttingen und sagt: „Klar ist Nöttingen Favorit. Aber wir wollen ein gutes Spiel zeigen. Wir fahren nicht dort hin, um uns zu ergeben.“ Wittwer warnt vor den gefährlichen Standards des Pforzheimers Fatih Ceylan und unterstreicht: „Der CfR hat Qualität und gehört unter die ersten vier, fünf der Oberliga.“ Rus meint: „Nöttingen ist herausragend besetzt. Sie haben einige Spieler im Team, die ein Spiel ganz alleine entscheiden können.“

Wie sieht die Taktik aus? Beide Teams spielen in der Regel mit einer Viererkette, zwei „Sechsern“ davor, einem offensiven Dreier-Mittelfeld und einer Spitze. Nöttingen agiert manchmal auch mit zwei Spitzen. Beim CfR fehlt Stürmer Dominik Salz wegen eines Bänderrisses, für ihn spielt vorne Dragan Paljic, vielleicht auch Salvatore Tommasi. Beim FC Nöttingen wird Niklas Hecht-Zirpel wegen Leistenbeschwerden wohl nicht dabei sein. Er wird durch „Leo“ Neziraj ersetzt.

Blick in die Derby-Historie: Beim letzten Derby zwischen dem 1. FC Pforzheim und dem FC Nöttingen im April 2007 spielten Michael Wittwer und Teo Rus gemeinsam für Nöttingen. Nöttingen siegte 2:1, der FCP stieg am Ende der Spielrunde 2006/07 ab und erst vor dieser Saison als Fusionsverein wieder auf. Der FC Nöttingen gilt als Derby-Spezialist. Die Mannschaft hat zuletzt keines der vier Oberliga-Derbys gegen den TSV Grunbach verloren und sich auch im Vergleich mit dem SV Spielberg meist durchgesetzt. Ausnahme: Im November 2013 verlor Nöttingen in Spielberg 4:7.

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