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Gesprächsbedarf:   Abwehrchef und Co-Trainer Dubravko Kolinger (Mitte) gibt Felix Zachmann, Leutrim Neziray und Reinhard Schenker (von rechts) die Richtung vor.
Gesprächsbedarf: Abwehrchef und Co-Trainer Dubravko Kolinger (Mitte) gibt Felix Zachmann, Leutrim Neziray und Reinhard Schenker (von rechts) die Richtung vor. © Müller, PZ-Archiv
20.04.2011

Das Fernduell beginnt: FC Nöttingen erwartet den VfL Kirchheim

NÖTTINGEN. 27 Spieltage sind vorbei. Mit nur drei Niederlagen steht der FC Nöttingen nach wie vor an der Tabellenspitze der Fußball-Oberliga Baden-Württemberg. Eigentlich hat der Verein allen Grund, zufrieden zu sein. Wäre da nicht der SV Waldhof. Der Traditionsverein hat den satten Vorsprung der Nöttinger, der phasenweise 13 Punkte betrug, beinahe wettgemacht.

Seit dem verdienten 2:0-Sieg am vergangenen Freitag im Topspiel der Oberliga sind die Mannheimer auf Tuchfühlung mit den Remchingern. „Im Prinzip beginnen wir jetzt wieder bei Null“, sagt FCN-Trainer Michael Wittwer.

Gleichwohl wollen Wittwer und auch sein Vorstandsvorsitzender Dirk Steidl wegen dieser, wenn auch denkwürdigen Niederlage vor mehr als 8000 Zuschauern jetzt nicht alles negativ sehen. „Wir spielen immer noch eine sehr gute Runde. Wir haben insgesamt erst drei Spiele verloren“ sagt Wittwer.

Deshalb ist der Ex-Profi auch weit davon entfernt, jetzt alles in Frage zu stellen, nur weil er den Atem des SV Waldhof im Nacken spürt. „Ich werfe nicht alles über den Haufen. Das ist nicht mein Ding und würde der aktuellen Situation auch nicht gerecht“, sagt Wittwer. Er vertraut seiner Mannschaft und seinen Spielern. Deshalb wird sich personell auch gar nicht viel ändern, wenn am heutigen Donnerstag (19.00 Uhr) der Tabellensechste VfL Kirchheim im Panoramastadion aufkreuzt.

Obwohl Wittwer vor allem mit dem Spiel nach vorne unzufrieden gewesen ist, plant er auch gegen die Kirchheimer mit Leutrim Neziray und Metin Telle im Angriff. Zumal sich Kritik am Offensivspiel nicht darin erschöpft, nur die Stürmer an den Pranger zu stellen. In Mannheim haben auch die Außen Viktor Kärcher und Dejan Svjetlanovic sowie Thomas Ollhoff als zentraler Spieler weit unter ihren Möglichkeiten agiert.

Ohne vor dem gestrigen Abschlusstraining ins Detail gehen zu wollen ließ Michael Wittwer durchblicken, dass heute gegen Kirchheim Riccardo Di Piazza als Spielmacher wieder eine Option ist. Auf der rechten Außenposition wird wohl wieder Timo Brenner zum Zuge kommen, weil der Trainer mit der Leistung von Dejan Svjetlanovic zuletzt nicht zufrieden war. Auf die Position Brenners in der Vierer-Abwehrkette würden dann Reinhard Schenker oder Moritz Bischoff rücken.

Mit dem VfL Kirchheim ist derzeit nicht zu spaßen. Die Schwaben reisen mit der Empfehlung von zuletzt fünf Siegen in Serie nach Nöttingen. Doch das interessiert Michael Wittwer wenig: „Wir müssen uns stabilisieren und wieder so spielen wie in der Hinrunde. Ab sofort gibt es nur noch Endspiele.“ Das Fernduell mit dem SV Waldhof beginnt.