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Zielsicher und wurfgewaltig: Manuel Frietsch (am Ball) steuerte elf Treffer zum deutlichen Erfolg der SG Pforzheim/Eutingen bei.
Zielsicher und wurfgewaltig: Manuel Frietsch (am Ball) steuerte elf Treffer zum deutlichen Erfolg der SG Pforzheim/Eutingen bei. © Becker/Archiv
04.12.2011

Das Heil in der Offensive gefunden

Handball-Oberliga: SG Pforzheim/Eutingen dominiert in Altensteig. Nach holprigem Start gewinnen die Gäste am Ende deutlich mit 43:30.

Von den Ambitionen einer Spitzenmannschaft der Handball-Oberliga war in der Altensteiger Eichwaldhalle nach zehn Minuten wenig zu spüren: 3:7 lag die SG Pforzheim/Eutingen gegen den TSV Altensteig zurück, fast jeder Wurf der Gastgeber zischte an Peter Pcola vorbei ins Netz. Doch nach dem siebten Gegentreffer wachten die Pforzheimer Favoriten – und zeigten zumindest in der Offensive, dass sie zurecht zur Spitzengruppe gehört: Am Ende stand ein deutlicher 43:30 (17:15)-Erfolg.

„Wir hatten in der ersten Viertelstunde Probleme“, gestand SG-Trainer Wilfried Job nach dem Nordschwarzwald-Derby folgerichtig ein. In der Folgezeit habe man jedoch viele einstudierten Spielzüge „wie im Training“ umsetzen können, so Job – der wusste, bei wem er sich in erster Linie zu bedanken hatte: Manuel Mönch mit zehn und Manuel Frietsch mit elf Treffern ließen im Angriff kaum eine Chance ungenutzt. „In der Offensive war das schon sehr gut“, so Jobs Resümee.

Angesichts der verschlafenen Anfangsphase und 30 Gegentreffern ist es aber kaum verwunderlich, dass er auch Kritikpunkte hatte: „Unsere Torhüter haben heute sicherlich nicht den besten Tag erwischt“, konstatierte er. Peter Pcola hatte 45, Ricardo Petruzzi 15 Minuten lang versucht, den Pforzheimer Kasten sauber zu halten. Dass ihnen dies nur selten gelang, hatte aber in der zweiten Hälfte jedoch kaum noch Auswirkungen: Nur wenige Minuten nach der Halbzeit (17:15) hatten die SG-Akteure den Vorsprung auf 22:17, später auf 27:20 und auf 31:23 vergrößern könnten. „Kurz nach der Pause haben wir gespürt, das Altensteig resigniert“, so Job. Zu diesem Zeitpunkt sei das Spiel für ihn entschieden gewesen.

Im letzten Spiel der Vorrunde trifft die SG Pforzheim/Eutiungen nun am 17. Dezember auf den Tabellen-14. TSV Heiningen. Eine Trainingspause wird es aber auch danach nicht geben: „Wir haben noch Einiges nachzuholen“, so Job, der konstatiert: „Natürlich wird es schwierig, vorne nochmal anzugreifen.“ Und doch besteht nach dem erneuten Erfolg noch eine Minimalchance auf Platz zwei: Bei einem Spiel weniger hat der Zweitplatzierte VfL Pfullingen vier Punkte Vorsprung auf die SG.

SG Pforzheim/Eutingen: Pcola, R. Petruzzi, Hufnagel 5, Schückle 2, Mönch 10, Lipps 2, Langenfeld 6, Karpstein 2, Frietsch 11, Kraus 3/2, Grünling 1, Bossert 1