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Nach einem schwachen Saisonstart darf der KSC wieder feiern. Foto: Ripberger
Nach einem schwachen Saisonstart darf der KSC wieder feiern. Foto: Ripberger
17.05.2018

Das Relegationsfest des Karlsruher SC soll ohne Kater enden

Karlsruhe. Die Relegationsspiele „sind ein Fest“. Das sagt Alois Schwartz, Trainer des Drittligisten Karlsruher SC, vor den beiden entscheidenden Begegnungen mit Zweitligist Erzgebirge Aue am Freitag (18.15 Uhr/ZDF) in Karlsruhe und am kommenden Dienstag (18.15 Uhr/ZDF) in Aue. Schwartz meint das mit Blick auf den schlechten Saisonstart der Badener, die er nach dem sechsten Spieltag auf Tabellenplatz 16 übernommen hatte. Damals hatten viele den KSC für das Aufstiegsrennen schon abgeschrieben.

So gesehen hat das Erreichen der Relegation tatsächlich für Feststimmung gesorgt. Jetzt hoffen alle, dass dieses Fest am Dienstag nicht mit einem Kater endet.

Wenn eine verpatzte Generalprobe eine gute Premiere bedeutet, dann hat Karlsruhe mit dem 2:3 am vergangenen Samstag daheim gegen Jena – der einzigen Heimniederlage der ganzen Saison – alles richtig gemacht. Jena hat aufgezeigt, was beim KSC passiert, wenn Einstellung und Spannung fehlen. „Die hatten so viele Chancen wie die Gegner in den 15 Spielen zuvor zusammen nicht“, rügte Schwartz seine Kicker. Abwehrchef Gordon fordert: „Zurück zu alter Stärke.“ Und das war vor der Jena-Partie die Defensivleistung mit 13 Gegentoren in 31 Spielen. 21 mal spielte der KSC dabei zu Null.

Besonders im Fokus wird am Freitag im ausverkauften Wildparkstadion auch Schiedsrichter Sascha Stegemann stehen. Beide Clubs hatten im Auf- und Abstiegskampf schon Pech mit Unparteiischen. Aue mit Sören Storks, dessen Fehler bei der Partie in Darmstadt dafür sorgten, dass Aue überhaupt erst in die Relegation musste. Und der KSC mit Manuel Gräfe, dessen umstrittener Freistoßpfiff den Badenern 2015 den sicher geglaubten Aufstieg in die Bundesliga kostete. Stegemann kann heute auf Torlinientechnik und Videoschiedsrichter zurückgreifen. Der Einspruch der Auer gegen die Wertung des Darmstadt-Spiels wurde endgültig abgelehnt.

Der Karlsruher SC hat die ganze Woche an einem geheim gehaltenen Ort unter Ausschluss der Öffentlichkeit trainiert. Entsprechend verschlossen gibt sich Alois Schwartz bei der Frage nach der Aufstellung. Dass Dirk Orlishausen zum Abschluss seines siebenjährigen KSC-Gastspiels nur auf der Bank sitzt, ist aber keine Überraschung. „Orle“ wird wie schon fast die ganze Saison dem starken Benjamin Uphoff den Vortritt lassen (müssen). Nach der Saison wechselt der 35-Jährige zum Drittliga-Konkurrenten Hansa Rostock, wo er in naher Zukunft Torwarttrainer werden wird.

Voraussichtliche KSC-Aufstellung: Uphoff – Bader, Gordon, Pisot, Föhrenbach – Thiede, Wanitzek, Mehlem, Muslija – Schleusener, Pourié