nach oben
09.04.2010

Das Ziel des TC Wolfsberg heißt Klassenerhalt

PFORZHEIM. Neue Gegner und neue Herausforderungen warten auf die Tennisspieler des TC Wolfsberg in der kommenden Saison. Teammanager Thomas Hell spricht von einer schweren Aufgabe und erwartet Abstiegskampf pur.

Als Tabellenvierter der Südstaffel qualifizierte sich der TCW für die neue und eingleisige 2. Tennis-Bundesliga, die am Sonntag, 18. Juli (11.00 Uhr) mit einem Heimspiel gegen den TV von 1926 Osterath beginnt. Die Rheinländer sind eines von fünf Teams, gegen das der TCW noch nie gespielt hat. Weitere Premieren-Duelle gibt es mit dem KTHC Stadion Rot-Weiß Köln, Bremerhavener TV 1905, Dortmunder TK RW und dem TV Espelkamp-Mittwald (Ostwestfalen).

So richtig anfreunden mit der eingleisigen 2. Liga kann sich Pforzheims Teammanager Thomas Hell immer noch nicht. Mit den Fahrtkosten – der TCW bestreitet fünf Heim- und vier Auswärtspartien – hat das weniger zu tun. „Aber das Modell mit einer Nord- und einer Südstaffel hat sich bewährt und wurde ohne Not beendet“, brummt Hell.

Andererseits findet das Wolfsberger „Mädchen für alles“ auch Gefallen an der neuen Mission und will die Herausforderung annehmen. „Es wird spannend, weil wir noch nicht so recht wissen, was uns da erwartet“, sagt Hell. Vom Hörensagen und nach einem Blick ins Internet rechnet der Teammanager mit starker Konkurrenz. „Wir wollen die Klasse halten und das wird sicher sehr schwer werden“, vermutet Hell, der gleichwohl das Feld nicht kampflos räumen will. Hoffnung gibt dem Funktionär der Mannschaftsgeist bei den TCW-Assen. „Damit ist es uns in der Vergangenheit immer wieder gelungen, in die Phalanx der Spitzenteams einzubrechen“, macht sich Hell Mut und sagt voraus, „dass die Zuschauer in Pforzheim exzellenten Tennissport sehen werden.“

In die neue Saison wird Wolfsberg mit bewährtem Personal gehen. Von der letztjährigen Stamm-Sechs schlagen wieder Gabriel Trujillo-Soler, Rameez Junaid, Holger Fischer, Tobias Klein und André Wiesler auf. Verlässliche Ergänzungsspieler bleiben Sami Reinwein, Marco Ockernahl und Oliver Markus. Nicht mehr so oft zum Einsatz kommen wird der Belgier Jeroen Masson. „Er hat sich in der Weltrangliste immer weiter verschlechtert und außerdem wollen wir auf mehrheitlich deutsche Spieler setzen“, erklärt Hell.

Genau in dieses Profil passt Neuzugang Gero Kretschmer, derzeit die Nummer 330 in der Welt. Der 24-Jährige ist seit Januar 2005 Profi. Nachdem sein Heimatverein Solinger TC 02 seine Mannschaft aus der 2. Liga Nord abmeldete, schlugen die Pforzheimer Verantwortlichen zu und verpflichteten den „hervorragenden Teamplayer“ (Hell). Neu an Bord ist auch der aufstrebende Slowake Martin Klizan.

Der 21-Jährige spielte in dieser Woche beim ATP-Turnier in Casablanca und musste sich erst im Achtelfinale dem an Nummer eins gesetzten Schweizer Stanislas Wawrinka knapp in drei Sätzen beugen. Seine Klasse deutete Klizan im zweiten Durchgang an, den er glatt mit 6:0 für sich entschied.

Ob und wie oft das Talent für den TCW auf Punktejagd geht, ist unklar. Ähnliches gilt für einen jungen Franzosen, mit dem Thomas Hell gestern noch in Verhandlungen stand (heute ist Meldeschluss). Nicht mehr im Kader steht Luca Vanni (Italien), der allerdings in der Vorsaison kein Spiel für Pforzheim bestritt.