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Im BFV-Pokal siegte der FC Nöttingen mit Ernesto De Santis (Mitte) gegen den SV Spielberg mit Torhüter Yannick Dressler (links) und Georgios Roumeliotis 2:1.  Foto: Becker 

Das nächste Derby: FC Nöttingen gastiert beim alten Rivalen SV Spielberg

Remchingen-Nöttingen. Lokalderbys sind im Fußball das Salz in der Suppe. So gesehen, stehen dem FC Nöttingen innerhalb von vier Tagen gleich zwei Fußball-Festtage ins Haus. Nach dem 1:1 am Mittwochabend in der heimischen Kleiner Arena gegen den 1. CfR Pforzheim, gastiert der Oberligist am Samstag (17.00 Uhr) im Bechtle Stadion beim SV Spielberg. „Ein echtes Derby, wie die Spiele gegen den CfR, ist das nicht, aber schon ein Lokalkampf mit einem gewissen Reiz“, sagt FCN-Trainer Michael Wittwer.

Die Nöttinger Bilanz gegen Spielberg ist herausragend. Im BFV-Pokal spielte Nöttingen bisher drei Mal gegen Spielberg – und siegte drei Mal, zuletzt am 3. August 2018 mit 2:1 in der 3. Runde. Von zehn Oberliga-Duellen seit 2009 verlor Nöttingen nur eines. Das allerdings hatte es in sich. Am 2. November 2013 kassierten die Remchinger in Spielberg mit 4:7 eine denkwürdige Klatsche. Schon zur Pause stand es damals 1:5. Kurios: Am Ende der Saison stieg Nöttingen in die Regionalliga auf.

Davon sind die Lilaweißen derzeit meilenweit entfernt. Die Erfolgsserie gegen den CfR hielt zwar (noch keine Derby-Niederlage). Doch auch die Partie am Mittwochabend offenbarte, dass sich die Mannschaft noch nicht gefunden und vor allem vor dem gegnerischen Tor Probleme mit der Chancenverwertung hat. Trainer Michael Wittwer versuchte dennoch, das Positive zu sehen: „Hut ab, wie meine Mannschaft den frühen Rückstand weggesteckt hat.“ Wittwer fügte aber auch kritisch hinzu: „Man hat gesehen, warum beide Mannschaften aktuell da stehen, wo sie stehen.“ Nämlich im Niemandsland der Tabelle.

Das soll sich ändern, denn Mittelmaß ist nicht das, was man den verwöhnten Fans in Nöttingen anbieten möchte. Ein Sieg am Samstag in Spielberg wäre gut fürs Punktekonto und die Moral. Personell kann Wittwer aus dem Vollen schöpfen – mit einer Ausnahme: Studienbedingt wird Holger Fuchs bis Ende Februar wegen eines Auslandsaufenthaltes fehlen. „Das ist natürlich ein großer Verlust“, bedauert Wittwer. Alternativen für den Innenverteidiger, der auch Kapitän des FCN ist, sind Niklas Kolbe, Paul Fratea oder Timo Brenner.

Viele Gedanken macht sich Wittwer auch über die Besetzung der Offensive. Gegen den CfR drängte sich kein Spieler auf. „Ich werde in den kommenden Spielen das eine oder andere ausprobieren. Es könnte Veränderungen geben“, so Wittwer. Gut möglich, dass sich ein auch verdienter Spieler wie Michael Schürg, der noch seine Bestform sucht, über kurz oder lang mit der Reservistenrolle zufrieden geben muss.

In Bestform ist auch Spielberg nicht. Nach einem Umbruch steht das Team von Trainer Tobias Winter vor einer schwierigen Saison. Personell habe sich die Lage vor dem Derby aber etwas entspannt, sagt Tobias Winter. Aufpassen müssen die Nöttinger auf den spielenden Co-Trainer, den Ex-Profi Edmond Kapllani.