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Rauchschwaden auf dem Fußballplatz sehen die Kreisverantwortlichen nicht gerne, egal wie fröhlich die Stimmung nach Meisterschaft oder Aufstieg auch ist. Foto: Ripberger
Rauchschwaden auf dem Fußballplatz sehen die Kreisverantwortlichen nicht gerne, egal wie fröhlich die Stimmung nach Meisterschaft oder Aufstieg auch ist. Foto: Ripberger
Auch im Schneetreiben kann man bisweilen Fußball spielen. Ob es geht, muss im Einzelfall der Schiedsrichter entscheiden. Foto: Hennrich
Auch im Schneetreiben kann man bisweilen Fußball spielen. Ob es geht, muss im Einzelfall der Schiedsrichter entscheiden. Foto: Hennrich
13.08.2015

Dauerbrenner in der Oberliga: Spielausfälle und Pyrotechnik

Die Staffeltage sind Jahr für Jahr die beste Gelegenheit für die führenden Köpfe des Fußballkreises, sich mit ihren Vereinen auszutauschen. Die Clubvertreter können ihre Beschwerden loswerden, der Kreisvorstand kann mahnen, warnen und ermuntern. In Pforzheim besteht die Kreisspitze inzwischen aus einem Dreiergremium.

Benjamin Pieper ist der Vorsitzende, zuständig für Organisation und Repräsentation. Heiko Panhölzl verantwortet den Bereich Qualifizierung, Thomas Distel ist für den Spielbetrieb zuständig. „Es geht heute nicht mehr anders“, sagt Pieper angesichts der Fülle von Aufgaben.

Die Staffeltage sind auch die beste Gelegenheit, den Vereinen die neuesten Errungenschaften aus der Spielordnung nahe zu bringen. Interessante Kunde kommt vom benachbarten Württembergischen Fußball-Verband. Dort gilt künftig auch bei den Amateuren eine automatische Sperre von einer Partie nach einer gelb-roten Karte. Diese Ampelkarten-Regelung galt bislang nur für die Profiklassen bis zur Regionalliga. Der Badische Fußball-Verband wird diese Regelung „noch nicht“ übernehmen, wie Benjamin Pieper sagt. Dennoch gilt die „Auszeit“ auch für zwei seiner Clubs: Den FC Nöttingen und den 1. CfR Pforzheim. Denn die Oberliga, die die Fußballverbände Württemberg, Nordbaden und Südbaden umfasst, spielt nach württembergischem Verbandsrecht.

Neu ist die Einführung der Coaching-Zone bis hinunter in die C-Klasse. Das sorgt für Gesprächsstoff. Zwei Regelungen, die in der vergangenen Saison eingeführt worden sind, haben sich bewährt. Zum Beispiel die Möglichkeit, in der B- und C-Klasse Spieler mehrfach ein- und auszuwechseln. Der Gedanke dahinter war, bei Teams mit kleinem Kader und einigen „älteren Herren“ den Spielern Verschnaufpausen zu gönnen oder bei Verletzungen flexibler reagieren zu können. Die Angst, Mannschaften könnten die Praxis am Ende einer Partie zur Spielverzögerung nutzen, war unbegründet. „Uns ist kein Fall bekannt geworden“, sagt Pieper.

Auch das flexible Zweitspielrecht, das vor allem für Studenten und Montagearbeiter gedacht war, kommt gut an. Mit dieser Regelung können Fußballer in der gleichen Saison für zwei Vereine auflaufen, wenn ihr Heimatverein und ihr Arbeits- oder Studienort mehr als 100 Kilometer auseinanderliegen. „Die Vereine sind glücklich“, sagt Pieper, weil nun Studenten nicht automatisch „verloren“ sind, wenn sie einen Teil der Saison woanders kicken.

Die ewig gleichen Fragen

Und dann gibt es noch die ewig gleichen Fragen und Probleme, die Fußballvereine auf Kreisebene auch in 100 Jahren noch beschäftigen werden. „Ob im Einzelfall ein Platz bespielbar ist oder nicht, entscheidet ausschließlich der Schiedsrichter“, sagt Kreisliga-Staffelleiter Thomas Distel. Weder Verein noch Gemeinde könnten eigenmächtig handeln, egal wie groß bei schlechtem Wetter die Sorge um das Spielfeld auch sei.

Und dann ist das Thema Pyrotechnik auch auf Dorfsportplätzen immer häufiger präsent. „Pyrotechnik und Feuerwerkskörper haben auf unseren Plätzen nichts zu suchen“, sagt Distel und mahnt eindringlich: „Das kann richtig teuer werden.“