nach oben
Die Karlsruher Alexander Iashvili (rechts) und Pascal Groß bejubeln den Treffer zum 2:0 durch Iashvili. Trainer Jörn Andersen (links) kann sich freuen: Vor allem dank seiner Einkäufe in der Winterpause präsentiert sich der KSC stärker als in der Hinrunde.
Die Karlsruher Alexander Iashvili (rechts) und Pascal Groß bejubeln den Treffer zum 2:0 durch Iashvili. Trainer Jörn Andersen (links) kann sich freuen: Vor allem dank seiner Einkäufe in der Winterpause präsentiert sich der KSC stärker als in der Hinrunde. © dpa
19.02.2012

Den Wintereinkäufen sei Dank: KSC wieder auf Erfolgskurs

Karlsruhe. Die sportliche Situation beim Karlsruher SC hat sich ein wenig entspannt. Nach dem 2:0-Erfolg gegen Energie Cottbus hat die Mannschaft nun schon sieben Punkte in der Rückrunde geholt und sich dadurch eine deutlich bessere Ausgangsposition im Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga verschafft. Einer der Gründe für diesen Erfolg: Die Neuzugänge der Winterpause haben den KSC entscheidend verstärkt und vor allem die Abwehr stabilisiert.

«Ein Lob an Bakary Soumare, der ein überragendes Spiel gemacht hat», sagte Trainer Jörn Andersen am Freitagabend über den Verteidiger aus Mali. «Er war von Anfang an voll da auf dem Platz. Ohne ihn hätte es wahrscheinlich zur Pause nicht 0:0 gestanden.»

Dass dieses Extra-Lob auf den 26 Jahre alten Neuzugang von US Boulogne und nicht etwa auf einen der beiden erfolgreichen Stürmer Klemen Lavric (50.) oder Alexander Iaschwili (57.) entfiel, ist bezeichnend. Denn Soumare sorgt mit dem ebenfalls neuen, champions- league-erfahrenen Rumänen Ionut Rada für die in der Hinrunde noch schmerzlich vermisste Ordnung in der Karlsruher Defensive.

Mit dem zyprischen Nationalspieler Elias Charalambous hat auf der linken Abwehrseite zudem ein weiterer der insgesamt sieben Neuzugänge auf Anhieb Fuß gefasst. Dieses Trio und der auf die rechte Seite umgesiedelte Timo Staffeldt haben aus der Großbaustelle der Hinrunde aktuell ein Vorzeigeobjekt gemacht.

Diese Sicherheit rund um den eigenen Strafraum schaffte in der gesamten Mannschaft neues Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten - und Platz für Karlsruhes Supertalent Hakan Calhanoglu im Mittelfeld. Der 18 Jahre alte deutsch-türkische Ballkünstler aus der eigenen Jugend machte sich mit seiner Spielübersicht und seinem unbekümmerten, kreativen Spiel innerhalb nur weniger Wochen unentbehrlich in der Andersen-Elf. Der Verein hat ihm allerdings zum eigenen Schutz einen Maulkorb verpasst. «Ich darf nichts sagen», meinte Calhanoglu auch nach dem so wichtigen Sieg gegen Cottbus. dpa