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Auch die beiden Nationalspielerinnen Anna-Lisa Aldinger (beim Zuspiel) und Sonja Pfrommer konnten dem Dennacher Team eine Enttäuschung nicht ersparen. Foto: J. Keller/PZ-Archiv
Auch die beiden Nationalspielerinnen Anna-Lisa Aldinger (beim Zuspiel) und Sonja Pfrommer konnten dem Dennacher Team eine Enttäuschung nicht ersparen. Foto: J. Keller/PZ-Archiv
20.08.2017

Dennacher Faustball-Frauen kehren ohne Edelmetall von DM heim

Wardenburg. Eine Faustball-DM, bei der das Dennacher Team keine Medaille holt, ist noch immer eine Besonderheit. Insofern endete die Feld-Saison enttäuschend, denn bei dem vom SV Moslesfehn ausgerichteten Turnier unterlagen die TSV-Frauen im Spiel um Platz drei dem Lokalrivalen TSV Calw mit 2:3. Schon im Halbfinale gegen den langjährigen niedersächsischen Konkurrenten Ahlhorner SV hatte sich Dennach nach fünf Sätzen geschlagen geben müssen. Umgekehrt hatte der TSV im Qualifikationsspiel gegen Moslesfehn Glück gehabt, denn auch diese Partie endete 3:2.

Schneverdingen wieder vorne

Am Ende blieb der Titel in Niedersachsen, denn wie schon 2016 setzten sich die Frauen des TV Jahn Schneverdingen durch. Im Finale gelang ihnen ein 3:1 gegen Ahlhorn. Eine Überraschung gab es dagegen bei den Männern. Dass sich der VfK Berlin durchsetzte, hat aber auch damit zu tun, dass der TSV Pfungstadt auf Star-Angreifer Patrick Thomas verzichten musste: Er hatte sich im Juli im Dienst des deutschen Nationalteams verletzt, das dann aber auch ohne ihn den World-Games-Titel holte.

Bei den Frauen steht der internationale Saisonhöhepunkt noch bevor: Eine Woche vor der Heim-EM in Calw konnten sich das Team um Nationalangreiferin Stefanie Dannecker den Traum von einer DM-Medaille erfüllen. Für ihre Team-Kollegin Henriette Schell aus Mühlacker-Enzberg ist DM-Bronze vielleicht auch ein Trost dafür, dass es nicht zu einem Platz im EM-Kader gereicht hat.

Nackenschlag vor der EM

Mit gewissem Frust dürften nun aber die Dennacher Schlagfrau Sonja Pfrommer sowie Zuspielerin Anna-Lisa Aldinger die EM in Angriff nehmen. Auf einem vom Regen aufgeweichten Platz konnten Pfrommer und Co. Moslesfehn gerade noch besiegen. Nach einem packenden Spiel stand ein 3:2 (15:14, 10:12, 11:9, 7:11, 11:8) für die Nordschwarzwälderinnen zu Buche. Neben den aktuellen Nationalspielerinnen zählten Annkatrin Jasmin Fischer sowie als zweite Angreiferin Lena Wahl zum Start-Aufgebot des TSV. Nach dem ersten Satzausgleich des Gegners brachte Dennachs Trainer Rudolf Reuster die junge Tabea Kälber für Jasmin Fischer.

Zweimalige Führung verspielt

Auch im Halbfinale war Europapokalsieger Dennach dann zweimal mit einem Satz vorne. Am Ende hieß es aber 3:2 (6:11, 11:9, 9:11, 15:13, 11:7) für Ahlhorn. Auf der wichtigen Position im Angriff lief es dabei für die Dennacherin Sonja Pfrommer nicht nach Wunsch.

Rote Karte für Calws Trainer

Im zweiten Halbfinale musste sich der bis dahin ungeschlagene Süd-Meister Calw dem Nord-Zweiten Schneverdingen mit 1:3 (11:6, 9:11, 7:11, 7:11). Doch im kleinen Finale schlug Calw dann die Dennacherinnen – so wie schon bei den beiden Aufeinandertreffen in der 1. Liga Süd. Trotz der Roten Karte gegen Trainer Björn Gumbinger im vierten Satz hatte Calw mit 3:2 (9:11, 11:7, 11:411, 9:11, 11:7) das bessere Ende für sich. Erst in dieser Partie kamen bei Dennach auch noch Christina Grüneberg, und Elena Kull zum Einsatz.

Pfungstadts Männer enttrohnt

Bei den Männern schlug Voerde im Halbfinale Pfungstadt mit 3:1 und der spätere Titelträger Berlin den TV Wünschmichelbach mit 3:2. Wünschmichelbach gewann dann das kleine Finale gegen Pfungstadt, den Serien-Meister der vergangenen Jahre, mit 3:0. Berlin bezwang im Endspiel Voerde mit 3:1.