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Freude pur: Die Dennacher Faustballerinnen und Trainer Kuno Kühner gewannen in Niedersachsen einen weiteren Meistertitel.   DFBL/Schönwandt
Freude pur: Die Dennacher Faustballerinnen und Trainer Kuno Kühner gewannen in Niedersachsen einen weiteren Meistertitel. DFBL/Schönwandt
19.08.2018

Dennacher Faustballteam bejubelt nächsten Titel

Die Faustballerinnen des TSV Dennach haben die Feldsaison mit einem weiteren deutschen Meistertitel beendet. Der Europapokalsieger setzte sich bei der DM-Endrunde im niedersächsischen Großenkneten-Ahlhorn gestern im Finale gegen den Gastgeber durch. Dennach besiegte den alten Rivalen Ahlhorner SV mit 3:1 (11:9, 6:11, 11:6, 11:8). In Ahlhorn hatten die Dennacherinnen vor Jahren schon einmal den Hallen-Europapokal 2013 geholt.

Sport zur Mittagsstunde ist in diesem Hitzesommer nicht gerade ein Vergnügen. Doch im Fall der Dennacherinnen haben sich die Anstrengungen gelohnt. Relativ schnell hatte das Team von Trainer Kuno Kühner den Finalsieg in der Tasche.

„Luft nach oben ist immer“, sagte Angreiferin Sonja Pfrommer, als am frühen Abend die Rückreise anstand. Ein spontanes Hupkonzert begleitete die Abfahrt.

Umstrittene Entscheidung

Im ersten Satz des Finals unterliefen Ahlhorns Brasilianerin Isabella Lucchin mehrere Fehler. Allerdings konnte Dennach erst den vierten Satzball nutzen. Der zweite Durchgang ging mit einer strittigen Entscheidung zu Ende: Selbst einige der mehrheitlich sicher eher dem gastgebenden Team zugeneigten gut 500 Zuschauer sahen einen Angriff des ASV-Teams im Aus, Dennach protestierte entsprechend, was aber nichts nutzte. Nach Ahlhorns 11:6 war alles wieder offen. Es folgte ein nur einige Zeit lang ausgeglichener dritter Satz, den ein Angabefehler der Ahlhornerin Pia Neuefeind entschied. Nach dem 6:11 nahm das Team aus Niedersachsen noch einen Wechsel in der Abwehr vor. Dennoch kam Süd-Meister Dennach zu einem Vorsprung. Nord-Meister Ahlhorn gelang zwar das 8:8, danach punktete aber das Angriffs-Ass Sonja Pfrommer zweimal. Zudem leistete sich Ahlhorn einen Angabefehler. So endete das Finale mit Dennachs 11:8 im vierten Satz.

Für die Nordschwarzwälderinnen kamen außer den Weltmeisterinnen Sonja Pfrommer und Anna-Lisa Aldinger noch Tabea Kälber, Fenja Stallecker, Laura Schinko, eine Tochter des Trainers, sowie als Einwechselspielerin Elena Kull zum Einsatz. Mit derselben Startformation hatte Dennach am Samstag im Halbfinale gegen den VfL Kellinghusen ein 3:0 (11:5, 11:6, 11:8) geholt. Zuvor hatte Ahlhorn das Niedersachsen-Duell gegen Titelverteidiger TV Jahn Schneverdingen mit 3:1 gewonnen.

Außer Spesen nichts gewesen, galt für die Frauen des TSV Calw mit der Enzberger Angreiferin Henriette Schell. Rund 600 Kilometer von der Heimat entfernt war schon im Qualifikationsspiel gegen Titelverteidiger TV Jahn Schneverdingen Schluss – 0:3 hieß es nach einer halben Stunde.

Calwer Männer überraschen

Ein traumhaftes Wochenende erlebten die Calwer Männer, die in der Bundesliga-Süd nur Platz fünf belegt hatten: Erst warfen sie Gastgeber Ahlhorn raus. Dem 3:1-Erfolg gegen den ASV ließ Calw im Spiel um den dritten Platz gegen den TV Schweinfurt-Oberdorf ein 3:2 folgen. Nur beim 1:3 im Halbfinale gegen den VfK Berlin setzte es eine Niederlage. Die Berliner unterlagen gestern im Finale dem TSV Pfungstadt mit 0:3.