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Dennach musste gewaltig zittern, ehe das Faustball-Team den Europapokal verteidigt hatte (von links): Trainer Rudolf Reuster, Sophia Scheidt, Lena Wahl, Jasmin Fischer, Annkatrin Aldinger, Christina Grüneberg, Anna-Lisa Aldinger und Sonja Pfrommer. .Foto: Kammer
Dennach musste gewaltig zittern, ehe das Faustball-Team den Europapokal verteidigt hatte (von links): Trainer Rudolf Reuster, Sophia Scheidt, Lena Wahl, Jasmin Fischer, Annkatrin Aldinger, Christina Grüneberg, Anna-Lisa Aldinger und Sonja Pfrommer. .Foto: Kammer
04.07.2016

Dennacher Kraftakt: Faustballerinnen verteidigen Europapokal

Titelverteidigung geglückt: Die Faustballerinnen des TSV Dennach haben ein weiteres Mal den Europapokal gewonnen. In der Schweiz setzte sich das Team von Trainer Rudolf Reuster im Finale gegen Gastgeber Jona mit 3:2 durch - obwohl mehrere Matchbälle abgewehrt werden mussten.

Nach einem verregneten Samstag, an dem es für Dennach super lief, war das Team am sonnigen Sonntag schon im Halbfinale beim 3:1 gegen den SV Moslesfehn plötzlich nicht so gut drauf. Große Probleme hatte Dennach dann im Finale: Nachdem Jona die ersten beiden Durchgänge mit 11:8 und 11:9 gewann, hatten die Schweizerinnen im dritten Durchgang sogar zweimal Matchball. „0:3 zu verlieren wäre fast eine Blamage gewesen“, sagte Dennachs Abwehrspielerin Annkatrin Aldinger im Rückblick. Mit etwas Glück holte ihr Team den dritten Durchgang mit 15:13 und schaffte dann durch ein 11:3 und ein 11:5 die Wende. So wurde Dennach den eigenen hohen Erwartungen doch noch gerecht. „Das Ziel war schon den Titel zu verteidigen, in jedem Fall wollten wir ins Finale“, sagte Annkatrin Aldinger. Bereits vor einem Jahr hatte Dennach das Europapokal-Finale gegen Jona gewonnen, damals mit 3:1.

Dieses Mal tat sich das Team aus dem Enzkreis schwerer. „Bis Ende des dritten Satzes habe ich gedacht, wir verlieren auf jeden Fall“, räumte Annkatrin Aldinger ein. Problematisch seien vor allem die halblangen Bälle des Gegners gewesen, die nicht sonderlich hoch gesprungen seien. So stark Jona begonnen hatte, so stark baute das Team um Hauptangreiferin Celina Traxler ab. So konnte Dennach mit Sonja Pfrommer und Lena Wahl im Angriff, Sophia Scheidt und den Aldinger-Schwestern Anna-Lisa und Annkatrin in der Defensive noch jubeln. Nicht zu vergessen sind auch Jasmin Fischer und Christina Grüneberg, die bei dem Turnier ebenfalls zum Einsatz kamen. Vor dem Weltpokal auf eigener Anlage (5. bis 7. August) sowohl die DM- als auch die Europapokal-Titel in der Halle und im Feld.

Beim Europapokal hatte Reusters Team durchaus mit Jona gerechnet, mehr aber noch mit dem FBC Linz-Urfahr, denn bei den Österreicherinnen spielt in dieser Saison die brasilianische Angreiferin Tatjana Schneider. Dennoch konnte Dennach das Team aus Linz am Samstagabend mit 3:0 schlagen und so den Gruppensieg perfekt machen. Zuvor hatten sich Sonja Pfrommer und Co. schon gegen das norddeutsche Team des MTSV Selsingen und gegen den STV Oberentfelden-Amsteg ohne Satzverlust durchgesetzt. Da Moslesfehn im Vorspiel zum Finale Linz-Urfahr mit 3:1 besiegte, ging auch der dritte Platz nach Deutschland.