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Im Spiel bei der HSG Konstanz erzielte Florian Taafel sein 1000. Drittliga-Tor. Hier setzt er sich gegen Tom Wolf (rechts) und Fabian Schlaich durch. Foto: Pisa 

Der 1000-Tore-Mann: Florian Taafel von der TGS Pforzheim setzt beachtliche Bestmarke

Pforzheim. Dass Florian Taafel ein Tausendsassa auf dem Handball-Parkett ist, ist hinlänglich bekannt. Mehr als 2600 Tore hat der kraftvolle und technisch versierte Rückraumspieler bereits für seinen Heimatverein, die TGS Pforzheim, erzielt – ein einsamer Rekord.

In der laufenden Saison stellte der 32-Jährige ganz nebenbei eine Bestmarke auf, die auch bundesweit von Bedeutung ist. Am fünften Spieltag der diesjährigen Spielrunde der 3. Handball-Bundesliga Süd erzielte Taafel mit einem Rückraumkracher die 4:3-Führung für sein Team beim Zweitliga-Absteiger HSG Konstanz. Eigentlich ein ganz normales Tor Marke Taafel. Doch das war es dann doch nicht ganz: Wie sich später herausstellte, war es Florian Taafels 1000. Tor in der 3. Bundesliga. „Der Pforzheimer Kapitän schrieb ein kleines, deutschlandweites Kapitel rot-weiße Handballgeschichte“, heißt es dazu auf der Facebook-Seite des Vereins.

Mit dieser Bestmarke ist Florian Taafel einer von nur zwei Spielern in Deutschland, die diese Marke in der 3. Liga – seit deren Einführung in der Saison 2010/2011 – erreichen konnten. Der zweite ist Jens-Peter Reinarz (36) von der HSG Bergische Panther in der 3. Liga West, ein Ex-Profi aus der Handball-Bundesliga, der dort für den Bergischen HC aktiv war. Die TGS Pforzheim spielt seit der Saison 2013/14 in der 3. Liga. Demnach hat Florian Taafel, gemessen an der Anzahl seiner Einsätze, in den vergangenen fünfeinhalb Jahren pro Saison mehr als 200 Tore erzielt. In der laufenden Spielrunde sind es auch schon wieder mehr als 90 Treffer, fast ausschließlich aus dem Feld erzielt.

Natürlich ist Florian Taafel erfreut über diese Bilanz. „Jetzt ist es noch eine Momentaufnahme, aber später, nach der Karriere, kann man das einmal stolz erzählen“, schmunzelt er. Er glaubt, dass er noch drei bis vier Jahr auf diesem Niveau spielen kann, auch wenn sich der Körper nach vielen Jahren Leistungsport ab und an meldet und die Zeit für die Regeneration nach Verletzungen länger wird. „Man sieht auch in der Bundesliga, dass die Spieler älter sind und länger aktiv dabei sind“, beobachtet Taafel, der nach der aktiven Karriere gerne als Trainer arbeiten würde. „Das ist auf jeden Fall eine Option, eventuell auch im Profibereich“, so Taafel. Im Februar macht er die B-Lizenz, mit der er bis 3. Liga trainieren darf. Danach möchte er auch die A-Lizenz erwerben, mit der man auch Bundesligateams coachen darf. Mit seinem Verein spielt Taafel bislang eine gute Saison. Seit dieser Woche wird wieder trainiert. Wegen der Handball-WM ist die Weihnachtspause etwas länger. Erst am 26. Januar geht es weiter für die TGS mit einem Heimspiel gegen den VfL Pfullingen. Bis dahin soll auch entschieden sein, ob Trainer Andrej Klimovets, der seit sechs Jahren bei den Rot-Weißen als Spieler und Trainer aktiv ist, noch eine Saison dranhängt.