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Drei Jahre verlängert hat der CfR die Partnerschaft mit der Firma Koch. Es freuen sich (von links) Dennis Andrejewski (Geschäftsführer CfR), Sohn Louis Koch mit Vater Carsten Koch (Sohn von Geschäftsführer Werner Koch) und Torsten Heinemann (CfR). 
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Noch dem etwas holprigen Saisonstart gibt es beim FC Nöttingen noch viel zu besprechen. Hier gibt Kapitän Timo Brenner Mitspieler Tolga Ulusoy taktische Anweisungen.  Fotos: PZ-Archiv, Hennrich, Becker 

Der CfR gefestigt, der FCN sucht noch seine Form: Andere Vorzeichen vor dem Derby?

Pforzheim/Nöttingen. Bis zum Oberligaderby zwischen dem FC Nöttingen und dem 1. CfR Pforzheim am Freitag, 20. September, ist es zwar noch ein Weilchen hin, doch nach jetzigem Stand verspricht das Duell in der Kleiner Arena ein echter Knaller zu werden.

In der vergangenen Saison war der FCN in den beiden Spielen noch der Favorit, in der aktuellen Runde scheint dies nicht mehr so zu sein. Der CfR präsentiert sich derzeit in einer stabilen Verfassung und mischt als Tabellenvierter oben mit, während der FCN zuletzt etwas schwächelte, nach dem jüngsten Sieg in Freiburg allerdings den neunten Tabellenplatz belegt.

Die PZ hat beide Teams nach dem fünften Spieltag unter die Lupe genommen.

1. CfR Pforzheim

Der Trainerwechsel, Fatih Ceylan für Gökhan Gökce, scheint sich positiv auf die Spielweise der Mannschaft ausgewirkt zu haben. Ceylan legt großen Wert auf eine starke Defensive. Unter ihm als Trainer kassierte der CfR in vier Spielen bisher nur einen Gegentreffer. Die Art und Weise, wie der 38-jährige Coach die Mannschaft führt, gefällt Sportvorstand Torsten Heinemann. „Er hat von Gökhan natürlich viel mitgenommen. Selbst ist er aber sehr akribisch vor dem Spiel. Holt die Mannschaftsteile immer wieder zu sich und fordert von jedem Spieler absolute Entschlossenheit“, so Heinemann. Und weiter: „Ich bin fast schon überrascht, wie Fatih sich als Trainer präsentiert. Er hat großes Talent.“

Auch die Spieler, die momentan nicht so zum Zuge kommen, hält Ceylan bei Laune. Joao Tardelli etwa gibt als Co-Trainer bei den Übungseinheiten schon mal die Kommandos. Der langjährige Stammspieler hatte nach seiner Verletzung nun beim 1:0 gegen die Kickers wieder einen Kurzeinsatz. „Weitere Einsätze werden folgen“, ist sich Heinemann sicher. „Wir brauchen jeden.“

Vielleicht darf Tardelli ja im kommenden Auswärtsspiel in Dorfmerkingen schon etwas länger ran. „Auch dort wollen wir was mitnehmen“, blickt Heinemann voraus. Bis zum Derby gegen Nöttingen wünscht er sich, die weiße Weste wahren zu können. Denn schließlich mache es „Spaß, in der Liga als Topteam wahrgenommen zu werden“.

Ganz im Zeichen der Drei stand übrigens der vergangenen Spieltag für den CfR: drei Punkte gegen die Kickers und außerdem die Verlängerung um drei Jahre mit dem Hauptsponsor Werner Koch Maschinentechnik mit Sitz in Ispringen. Geschäftsführer Carsten Koch gab am Rande des Spiels gemeinsam mit Heinemann und Dennis Andrejewski, der seit dieser Saison angestellter Geschäftsführer beim CfR ist, die Verlängerung bekannt. „Die Firma Koch ist ein wichtiger Partner für uns. Wir freuen uns, weitere drei Jahre zusammenarbeiten zu können“, sagt Heinemann.

FC Nöttingen

Bissingen, Sandhausen II und dann der CfR – für Michael Wittwer ist das Derby noch in weiter Ferne. Zunächst ist der Nöttinger Trainer froh, dass man nach zwei Pleiten in Folge mit dem 2:0 in Freiburg wieder in die Erfolgsspur zurückgefunden hat. Trotzdem, so scheint es, hat Wittwer noch einiges an Arbeit vor sich. „Wir haben ein Spiel gewonnen, das man nicht unbedingt gewinnen muss“, so der Coach. Wenigstens war diesmal auf die Effektivität seiner Spieler Verlass. Mario Bilger traf – und vor allem Ernesto de Santis, der nach seiner Verletzung erstmals wieder von Beginn an spielte. Der Italiener könnte auch in den kommenden Partien für wichtige Tore sorgen. Am Freitag im Heimspiel gegen Bissingen soll er erneut stechen. Mit einem Sieg könnte der FCN den Kontakt zu den Spitzenteams wieder herstellen. Noch ist ja alles eng beieinander. Zwischen Platz drei (Dorfmerkingen) und Platz 16 (Reutlingen) beträgt der Abstand gerade einmal nur drei Punkte. Das Heimspiel des FCN gegen Dorfmerkingen wurde derweil vom 6. Oktober auf den 5. Oktober vorverlegt. Spielbeginn ist um 15.30 Uhr.

Dominique Jahn

Dominique Jahn

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