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Die ersten Trainingsrunden für die neue Saison drehten die Fußballer des FC Nöttingen am Montagabend. Koller 
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Drei Neuzugänge kann der FC Nöttingen bislang präsentieren. Unser Bild zeigt von links Athletiktrainer Chris Gerhardt, Co-Trainer Adolf Weidlich, Jonas Bergmann (SC Freiburg II), Giuliano De Nunzio, Sebastian Schönthaler (beide U 23) und Cheftrainer Dubravko Kolinger. 

Der FC Nöttingen hat unter Dubravko Kolinger Training aufgenommen

Gerade einmal gut drei Wochen ist es her, dass der FC Nöttingen mit einem dramatischen 4:4 beim SC Hauenstein den Aufstieg in die Regionalliga Südwest geschafft und eine aufregende Saison beendet hat. Jetzt haben die lila-weißen Kicker bereits wieder die schweißtreibende Vorbereitung auf die neue Spielzeit aufgenommen.

Am Montagabend drehten die Spieler auf dem Nöttinger Trainingsplatz die ersten Runden, aufmerksam beobachtet vom neuen Cheftrainer Dubravko Kolinger, von Co-Trainer Adolf Weidlich sowie von Athletiktrainer Chris Gerhardt.

Den Triathleten Gerhardt hat Kolinger von der Nöttinger A-Jugend, die er gerade zurück in die Oberliga geführt hat, mitgebracht. Und der Chefcoach weiß aus eigener Erfahrung, wie zwiespältig das Verhältnis einer Fußballmannschaft zum Athletik- oder Konditionstrainer ausfallen kann. „Ich habe früher die Fitnesstrainer im Training auch nicht gemocht“, berichtet der Ex-Profi. Er wisse aber, dass die Spieler das sehr wohl trennen könnten. Chris Gerhardt sei bei den A-Jugendlichen, die er im Training quälen musste, zugleich sehr beliebt gewesen. „Die Jungs wissen, worauf es ankommt“, sagt Kolinger mit Blick auf das Regionalliga-Team – und korrigiert sich dann gleich selbst: „Ich muss ja Männer sagen.“

Es bleibt beim Du

Obwohl Kolinger im Verein war, hat er vergangene Saison das Herrenteam nur selten spielen gesehen, zu oft hätten sich die Termine mit Spielen seiner A-Junioren überschnitten. Dennoch hat er ein Bild von der Mannschaft. Mit einigen Spielern wie Timo Brenner, Felix Zachmann und Mario Bilger hat er am Ende seiner aktiven Karriere beim FCN sogar noch zusammengespielt. Deshalb ist auch klar, dass man sich weiter duzt. „Ich will nicht plötzlich von Spielern, die mich jahrelang geduzt haben, gesiezt werden. Ich habe mit dem Du kein Problem. Respekt ist keine Frage der Ansprache“, sagt Kolinger, gesteht aber auch ein: „Natürlich muss ich als Trainer auch eine gewisse Distanz haben.“

Die beiden ersten Wochen müssen die Spieler sechsmal pro Woche ran, später wird drei- bis viermal trainiert. Ein Thema, das im Training auf jeden Fall eine Rolle spielen soll, ist die Defensive. Auch Kolinger hat mitbekommen, dass der FCN in den vergangenen beiden Jahren zwar immer viele Tore geschossen hat, dafür aber auch jede Menge Gegentreffer kassiert hat. „Wir werden den Fokus auf die Defensive richten“, sagt er, verspricht aber zugleich: „Das heißt nicht, dass wir nur hinten rein stehen.“