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So war’s beim Pokalfinale 2015: Nöttingens Stürmer Leutrim Neziraj erzielt das 3:1 gegen den Spielberger Torhüter Mathias Moritz. Foto: Ripberger, PZ-Archiv
So war’s beim Pokalfinale 2015: Nöttingens Stürmer Leutrim Neziraj erzielt das 3:1 gegen den Spielberger Torhüter Mathias Moritz. Foto: Ripberger, PZ-Archiv
06.10.2016

Der FC Nöttingen hofft beim SV Spielberg auf ein Erfolgserlebnis

Dieses Spiel kommt gerade recht für den FC Nöttingen. Im badischen Verbandspokal können die Lilaweißen dem tristen Regionalliga-Alltag entfliehen. Wenn der SV Spielberg am Samstag um 15.00 Uhr das Regionalliga-Schlusslicht zum BFV-Pokal-Viertelfinale im Bechtle-Stadion empfängt, ist Spektakel normalerweise garantiert.

Beide Mannschaften kennen sich bestens aus zahlreichen denkwürdigen und zumeist torreichen Fußball-Schlachten in den vergangenen Jahren. Das bislang letzte dramatische Aufeinandertreffen war am 20. Mai 2015 das BFV-Pokalfinale in Langensteinbach, das der damalige Regionalligist FC Nöttingen verdient mit 3:2 gegen den Oberligisten SV Spielberg gewann. Der Rest ist Fußball-Geschichte: Im DFB-Pokal wurde dem FC Nöttingen der FC Bayern München zugelost.

Davon träumen beide Mannschaften natürlich auch in der laufenden Pokalrunde. Neben dem FC Nöttingen stehen mit dem SV Waldhof und dem FC Walldorf noch zwei weitere Regionalligisten im Viertelfinale. In diesem erlauchten Kreis befindet sich übrigens auch noch Landesligist FV Niefern, der am 1. November den Verbandsligisten SG Heidelberg-Kirchheim erwartet.

Aktuell hat nicht nur der FC Nöttingen eine sportliche Krise. Auch beim SV Spielberg läuft es alles andere als rund. Völlig überraschend ist vor einigen Wochen Trainer Hartmut Kaufmann zurückgetreten. Unter seinem Nachfolger Peter Hogen hat Spielberg auch noch nicht überzeugt und rangiert aktuell auf dem vorletzten Platz. Zu allem Übel wurde das vergangene Heimspiel gegen den FV Ravensburg auch noch abgebrochen, weil Ravensburger Fans einen Linienrichter bewarfen.

Spielberg plagen personelle Probleme. Phil Weimer zog sich jüngst einen Kreuzbandriss zu. Samuel Brunner fällt seit Wochen aus. Stefan Müller verletzte sich beim Aufwärmen vor dem Spiel gegen Ravensburg.

Beim FC Nöttingen ist nach der 0:8-Klatsche in Hoffenheim und der damit verbundenen Übernahme der Roten Laterne in der Regionalliga erst mal Seelenmassage angesagt. Trainer Dubravko Kolinger will sich allerdings gar nicht mehr lange mit der Niederlagenserie in der Regionalliga befassen. „Ich schaue lieber nach vorne als nach hinten. Was in der Punkterunde war oder ist, interessiert in Spielberg nicht.“ Kolinger glaubt schon, dass sein Team von der Papierform her Favorit ist. Aber er kennt auch die eigenen Gesetze des Pokals.

Der neue Nöttinger Trainer ist Teil der glanzvollen FCN-Pokalgeschichte. Beim ersten Pokalsieg 2012 traf er im Finale gegen Neckarelz im Elfmeterschießen. Beim anschließenden 1:6 im DFB-Pokal gegen Hannover 96 hatte er die Karriere schon beendet.

Das letzte Aufeinandertreffer zwischen Spielberg und Nöttingen in der Oberliga war auch spektakulär: Spielberg siegte am 2. November 2013 mit 7:4 nach 5:1-Führung zur Halbzeit. Am Ende stieg Nöttingen in die Regionalliga auf.