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Leutrim Neziraj zieht ab, die Kehler Gegenspieler schauen zu: So wie im Hinspiel wünschen es sich die Nöttinger auch heute im Rückspiel. Foto: PZ-Archiv/Eibner
Leutrim Neziraj zieht ab, die Kehler Gegenspieler schauen zu: So wie im Hinspiel wünschen es sich die Nöttinger auch heute im Rückspiel. Foto: PZ-Archiv/Eibner
25.04.2013

Der FC Nöttingen ist zurück im Liga-Alltag

Remchingen-Nöttingen. Die Pokal-Euphorie mit dem erneuten Einzug ins badische Finale können die Kicker des FC Nöttingen nicht lange genießen. Der Liga-Alltag wartet. Bereits am Freitag (19.00 Uhr) steht im Panoramastadion gegen den Kehler FV das nächste Heimspiel in der Oberliga an.

Doch Trainer Michael Wittwer glaubt nicht an einen Spannungsabfall. „Ich hoffe, die Euphorie trägt uns. Und wir haben auch in den letzten Jahren trotz unseren Pokalerfolgen immer gute Leistungen in der Oberliga gezeigt.“

Der Kampf gegen den Spannungsabfall wird aber schwer. Im Punktspielalltag gibt es für die Nöttinger nicht mehr viel zu gewinnen – und auch nicht mehr viel zu verlieren. Tabellenführer Neckarelz ist fast so weit weg wie die Abstiegsplätze. „Aber die Spieler wollen gewinnen, egal wo sie in der Tabelle stehen“, ist Wittwer überzeugt. Und ein Ziel haben die FCN-Kicker ja doch vor Augen: Sich Woche für Woche für einen Einsatz im badischen Pokalfinale am 15. Mai gegen den Drittligisten Karlsruher SC zu empfehlen.

Gut möglich, dass heute gegen Kehl Leutrim Neziraj wieder in der Startformation steht. Zuletzt fehlte der Torjäger angeschlagen, wurde beim 3:1-Sieg im Pokal-Halbfinale beim FV Lauda eingewechselt. Dass ihm Spielpraxis fehlt, war zu sehen. „Seine Leistung war überschaubar. Aber er ist der Mann, der immer für eine entscheidende Aktion gut ist“, weiß sein Trainer. So wie in Lauda. In der zweiten Halbzeit ließ Neziraj zwar die Großchance zur Vorentscheidung aus. Doch in der Verlängerung holte er dann den entscheidenden Elfmeter zum 2:1 raus. Kehl wäre nun eine gute Möglichkeit für ihn, fehlende Spielpraxis nachzuholen. Zwei weitere Spieler sind allerdings fraglich. Reinhard Schenker, mit den beiden Toren in der Verlängerung Matchwinner für Nöttingen, humpelte in Lauda vom Platz, nachdem er in der Schlussminute hart gefoult worden war. Auch Mario Bilger humpelte – er hatte sich einen Pferdekuss im Oberschenkel eingefangen.

Aber der Nöttinger Kader ist inzwischen ein bisschen breiter aufgestellt – und soll noch breiter werden. „Das braucht man einfach, wenn man in beiden Wettbewerben ganz vorne mitspielen will“, sagt Michael Wittwer mit Blick auf Oberliga- und Pokalspiele in der kommenden Runde. Die ersten Neuzugänge stehen ja schon fest. Abwehrspieler Moritz Bischoff kehrt vom Liga-Rivalen TSV Grunbach zurück, aus der eigenen Jugend rückt Tobias Müller (defensives Mittelfeld) auf. Dafür wird Baransel Yurttas, ebenfalls im defensiven Mittelfeld zuhause, zum 1. CfR Pforzheim gehen. Jetzt sollen noch Verstärkungen für die Offensive her. „Wir müssen reagieren können, wenn mal ein oder zwei Schlüsselspieler verletzt sind. Und wir müssen jemand von der Bank bringen können, der das Ruder herumreißen kann“, fordert Wittwer. Als Beispiel dient ihm Oberliga-Spitzenreiter Neckarelz. Dort kommen gerne mal Spieler wie Ex-Profi Bogdan Müller von der Bank.