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Ausgebremst: Die Nöttinger Spieler wie hier Mario Hohn (Mitte) wurden von den Reutlingern (links Tomislav Ivezi, rechts Sven Schimmel) unsanft gebremst. Der zeitweilige Ausfall des Flutlichts half den Gastgebern auf der Suche nach spielerischen Lichtblicken auch nicht weiter. Gössele
29.11.2013

Der FC Nöttingen tappt im Dunkeln: 1:3 gegen SSV Reutlingen

Als die Fußballer des FCNöttingen gerade auf der Suche nach einem Geistesblitz waren, wurde es stockdunkel. Der Ausfall des Flutlichts hat am Freitagabend beim Oberliga-Heimspiel gegen den SSV Reutlingen für eine 25-minütige Spielunterbrechung gesorgt. Doch als das Flutlicht wieder brannte, blieb die spielerische Erleuchtung weiter aus und am Ende zog der Tabellenführer mit 1:3 (1:2) gegen den Verfolger den Kürzeren.

Bildergalerie: FC Nöttingen verliert 1:3 gegen SSV Reutlingen

Während die starken Gäste einen verdienten Sieg feierten, war Michael Wittwer bedient: „Nur gut, dass das Licht wieder anging. Dann konnte jeder sehen, was der andere abliefert“, schimpfte der FCN-Trainer: „Es ist mir ein Rätsel, wie man so auftreten kann. Einige sollten sich hinterfragen.“

Als das Licht ausfiel, waren erst zehn Minuten gespielt. Aber schon zu diesem Zeitpunkt war Reutlingen die bessere Mannschaft. Körperlich und gedanklich waren die Gäste immer einen Schritt schneller. Das Mittelfeld-Duo Pierre Eiberger und Marc Golinski war nie zu bremsen. Eiberger brachte den SSV schon nach sechs Minuten mit einem sehenswerten Drehschuss von der Strafraumgrenze in Führung. In der 20.Minute legte er nach Kopfballvorlage von Marcel Brandstetter das 2:0 nach.

Wittwer brachte schon nach 27.Minuten Mittelfeldspieler Sebastian Hoffmann für Abwehrspieler Tobias Müller. Dafür rückte Abwehrspieler Holger Fuchs, der links begonnen hatte, ins Abwehrzentrum, Marion Hohn ging vom Mittelfeld auf die linke Abwehrseite zurück. Dem FCN-Spiel brachte das kurzfristig neue Impulse. Die Gastgeber hatten jetzt ihre beste Phase. Erst prüfte Felix Zachmann mit einem abgefälschten Distanzschuss den starken SSV-Keeper Timo Hammel, dann verfehlte Fuchs per Kopf nach einer Ecke das Tor knapp. Schließlich schlug Torjäger Michael Schürg zu, als er nach Vorlage von Yasin Ozan Hammel geschickt aussteigen ließ und traf (34.).

Doch nach der Pause war vom FCN nichts mehr zu sehen, die Gastgeber tappten wieder im Dunkeln. Reutlingen kontrollierte das Spiel fast mühelos, Als Eiberger einen missglückten Fuchs-Rückpass erlief, konnte Torhüter Robin Kraski zunächst klären, doch Golinski schob den Abpraller aus kurzer Distanz ins Tor (50.). Erst in der Schlussphase hatten die Gastgeber noch zwei Chancen, doch Schürg und Hofmann scheiterten am starken Hammel.

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