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CityLauf Pforzheim

Ganz vorne landeten beim Fun Run nach 4,2 Kilometern Lucas Bittighofer und Lidia Zentner.
Passend zur Fußball-EM lief Daniel Schneider im Jogi-Löw-Stil.
19.06.2016

Der FunRun: Viel Spaß und ein bisschen Ernst

Wenn man nur so zum Spaß läuft, dann es ist schon mal schön, wenn die Sonne scheint, die Temperaturen angenehm sind und ein kühles Lüftchen weht. So wie am Sonntag, als sich mehr als 900 Läuferinnen und Läufer beim Fun Run auf den Weg machten, um 4,2 Kilometer hinter sich zu bringen.

Bittighofer und Zentner

Dass sich gelegentlich ein bisschen Ernst in den Spaß mischt – geschenkt. Die beiden Sieger des Fun Runs sind in der regionalen Laufszene nämlich keine Unbekannten. Lucas Bittighofer (LG Region Karlsruhe/Hochschule Pforzheim) ging nach 13:37 Minuten als Erster über die Ziellinie, drei Sekunden später folgte Domenik Hahn vom TV Huchenfeld. Platz drei belegte Sven Kratochwil vom Team AR Sport (14:14). Bei den Frauen sicherte sich Lidia Zentner (Gazelle Königsbach/Pforzheimin) in 16:51 Minuten unangefochten den Siegerkranz, obwohl sie längst in der Alterklasse 60 unterwegs ist. Angela Schossig (Schutzengel Pforzheim Enzkreis/17:11) und Sandy Jaksic (SE Immobilien-Management/18:08) folgten auf den Plätzen.

Warum aber hatten sich Zentner und Bittighofer für den Fun Run entschieden, wo sie auch im Hauptlauf über 10 Kilometer eine gute Rolle hätten spielen können? „Ich laufe in dieser Jahrezeit keine zehn Kilometer“, sagt Lidia Zentner. Das wäre als Vorbereitung auf ihre DM-Rennen über 800- und 1500 Meter im Juli kontraproduktiv gewesen. Lukas Bittighofer wiederum läuft auch in dieser Jahrezeit schon mal auf der längeren Strecke – aber er war am Freitagabend schon beim Altstadtlauf in Ettlingen am Start. „Kräftezehrend“ sei das gewesen, berichtet er. Den Lauf in Pforzheim möchte er dennoch nicht missen: „Ich laufe hier einfach gerne.“ Und schließlich sei der Preis für den Fun-Run-Sieg – ein PZ-Abo – auch nicht zu verachten.

Andere hingegen gingen tatsächlich um des Spaßes willen auf die Strecke. Ein Jogi-Löw-Double wurde gesichtet: Daniel Schneider aus Pforzheim lief mit Bundestrainer-Schal und WM-Pokal. Den besten Sitzplatz hatte Wolfgang Joachim aus Eutingen. Der 64-Jährige, der im Altenheim Schauinsland arbeitet, ließ sich von Kollege Carsten im Rollstuhl über die Strecke schieben. „Dabei sein ist alles“, bemühte er das olympische Motto.

Familienangelegenheit

Dass es auch nach unten keine Altersbegrenzung gibt, zeigte die Familie Härlen aus Hohenwart. Vater Philipp und Mutter Sabine hatten die Zwillingssöhne Alexander und Kai (7) dabei. „Wir sind einfach keine Couchhocker“, befand die Mutter und wurde prompt von Alexander bestätigt. „Am besten hat mir gefallen, dass es so kurz war“, ordnete der Nachwuchsläufer die 4,2-Kilometer ganz lässig ein.

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