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In Heidenheim bejubelte Enrico Valentini (rechts) mit Vadim Manzon den Ausgleich in letzter Minute. Foto: dpa
In Heidenheim bejubelte Enrico Valentini (rechts) mit Vadim Manzon den Ausgleich in letzter Minute. Foto: dpa
01.10.2015

Der KSC genießt die Außenseiterrolle gegen SC Freiburg

Die Rollen sind klar verteilt, wenn Schiedsrichter Wolfgang Stark am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) das badische Derby zwischen dem Karlsruher SC und dem SC Freiburg freigibt: „Wir gehen als Außenseiter in dieses Spiel“, sagt KSC-Sportdirektor Jens Todt. Die Gäste, deren Trikot er selbst fünf Jahre lang trug (1991 bis 1996), seien derzeit „das Maß aller Dinge“ in der zweiten Liga. Tatsächlich hat sich die Mannschaft von Trainer Christian Streich – im Gegensatz zu manch anderem Absteiger aus der Fußball-Bundesliga – sehr schnell akklimatisiert und kommt als Tabellenführer in den aller Voraussicht nach ausverkauften Wildpark. 23.800 der 27.500 Eintrittskarten waren am Donnerstag schon verkauft.

Nach neun Punktspielen liegt in der Tabelle mehr als die halbe Liga zwischen dem KSC (14./8 Punkte/7:17 Tore) und den Breisgauern (1./20/21:11). Und nimmt man die Torverhältnisse beider Mannschaften unter die Lupe, stellt man fest: Freiburg verfügt über die treffsicherste Offensive der Liga und hat mit Nils Petersen (acht Tore) den derzeit erfolgreichsten Stürmer in seinen Reihen. Die Wildparkprofis hingegen haben im Unterhaus des deutschen Fußballs die zweitschlechteste Abwehr und nur zwei Mannschaften (Paderborn und 1860 München) haben weniger Tore erzielt als der KSC.

Doch Vorsicht! Der Unsicherheitsfaktor heißt „Derby“. Schon beim letzten Aufeinandertreffen, 2012 im Achtelfinale des DFB-Pokals (0:1), tat sich der damalige Erstligist Freiburg gegen den damaligen Drittligisten KSC schwer.

„Gut gelaunt und optimistisch“, sagt Jens Todt, gehe der KSC übermorgen in die 28. Auflage dieses Derbys. Immerhin 1:1 endeten die Spiele zuhause gegen Düsseldorf und in Heidenheim. „Wir sind auf dem Weg“, sagte KSC-Trainer Markus Kauczinski angesichts der jüngeren Entwicklung.

Mögliche KSC-Aufstellung: Orlishausen – Valentini, Gulde, Mauersberger, Kempe – Prömel, Peitz – Barry, Nazarov, Yamada – Hoffer