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Der KSC ist weiter auf dem Vormarsch. Die Mannschaft von Markus Kauczinski
08.12.2012

Der KSC ist nicht zu stoppen - 2:0 Auswärtssieg in Halle

Halle. Der Karlsruher SC marschiert weiter in Richtung zweiter Bundesliga. Die Badener siegten auch im achten Ligaspiel hintereinander und stehen zumindest bis Sonntag auf Platz zwei der Tabelle. Beim Halleschen FC gewann die Mannschaft aus dem Wildpark mit 2:0.

Markus Kauczinski schickte in Halle exakt die gleiche Mannschaft auf das Feld, die schon beim 5:2 am vergangenen Wochenende gegen Heidenheim begonnen hatte. Auch Stürmer Rouwen Hennings, der noch am Donnerstag über Probleme am Sprunggelenk klagte, konnte letztendlich auflaufen. Umstellen musste Kauczinski lediglich auf der Bank. Für Patrick Dulleck, der sich unter der Woche im training verletzt hatte, und Timo Kern (Grippe) rückten der zuletzt suspendierte Karim Benyamina und U23-Spieler Michael Reith in den Kader.

Auf dem Rasen entwickelte sich in der ersten Viertelstunde ein munteres Spiel. Der KSC hatte zu Beginn Probleme, sich auf dem gefrorenen Geläuf zurechtzufinden und so erwischten die Gastgeber den besseren Start. Bereits in der ersten Minute hatte Angelo Huck die erste Möglichkeit. Seinen Schuss konnte Jan Mauersberger jedoch zur Ecke klären. Diese trat Dennis Mast auf den Kopf von Halles Innenverteidiger Pierre Becken, der völlig frei aus elf Metern knapp am rechten Pfosten vorbei köpfte. Doch auch der KSC kam zu seinen Tormöglichkeiten. Nach sechs Minuten brachte Selcuk Alibaz eine Ecke in den Strafraum. Der Kopfball von Dominic Peitz verfehlte jedoch knapp das Hallenser Gehäuse. Danach flachte die Partie zunächst ab. Der KSC zeigte nach vorne zwar einige gute Ansätze, jedoch fehlte oft die Präzision beim letzten Pass. Die Mannschaft aus dem Wildpark kam vor von der Rechte Seite über den, in der ersten Halbzeit, starken Selcuk Alibaz, dem sein Tor in der Vorwoche gegen Heidenheim einiges Selbstvertrauen gegeben zu haben schien.

In der zwölften Minute hatte der KSC dann Glück, als der erfahrene Bundesligaschiedsrichter Peter Gagelmann ein vermeintliches Foul an Stürmer Koen van der Biezen gesehen haben wollte. Hakan Calhanoglu war es egal. Der 18-Jährige machte das, was er am besten kann. Aus etwa 25 Metern und zentraler Position brachte er den Ball über die Mauer direkt auf Halle-Keeper Darko Horvat, der die Kugel dann ins eigene Tor faustete. Für Calhanoglu war es insgesamt der siebte Saisontreffer und der fünfte nach einem Freistoß. Fortan stand der KSC wieder gewohnt sicher in der Abwehr und hatte das Spiel im Griff.

In der 24. Minute kamen die Badener dann zu einer Doppelchance. Erneut über die rechte Seite kombinierten sich Alibaz und Klingmann bis in den gegnerischen Strafraum. Die Hereingabe landete bei van der Biezen, dessen Schuss Eismann abblocken konnte. Im Nachschuss scheiterte dann Selcuk Alibaz am Hallenser Schlussmann. Kurz vor der Pause dann eine Schrecksekunde für den KSC. Denis Kempe und Toni Lindenhahn prallten beim Kopfball zusammen. Der Linksverteidiger der Badener konnte aber trotz einer Platzwunde über dem linken Auge weiterspielen.

In der zweiten Halbzeit dauerte es dann wieder nur zehn Minuten bis der KSC erneut zuschlagen konnte. Nach einem langen Ball von Denis Kempe aus der Abwehr heraus rutschte Pierre Becken im Laufduell gegen Koen van der Biezen aus und der Holländer hatte plötzlich freie Bahn in Richtung Tor. Mit einem platzierten Schuss in die rechte untere Ecke ließ der dem Torwart keine Chance und erhöhte für den KSC auf 2:0. Danach schalteten die Karlsruher einen Gang zurück, wodurch die Hallenser zu einigen Torchancen kamen. Einen Schuss von Toni Lindenhahn fälschte Denis Kempe gerade noch zu Ecke ab. Kurz darauf konnte Daniel Gordon einen Kopfball von Shala auf der Linie klären.

Am Ende blieb es jedoch aufgrund der starken Defensivleistung und der gnadenlosen Effektivität ein verdienter Sieg für den KSC, der die Blau-Weißen wieder einen Schritt näher an die zweite Fußball-Bundesliga bringt.