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Was macht KSC-Cheftrainer Markus Kauczinski nach dem Ende seines Engagements in Karlsruhe? Foto: dpa
Was macht KSC-Cheftrainer Markus Kauczinski nach dem Ende seines Engagements in Karlsruhe? Foto: dpa
17.12.2015

Der KSC und die drei T-Fragen

Vor dem letztem Spiel 2015 stehen die Trainer und der Torhüter beim Karlsruher SC im Blickpunkt. Der Fußball-Zweitligist geht ohne Druck ins Freitag-Spiel beim FC St. Pauli.

Vor der letzten Dienstreise des Jahres herrschte im Karlsruher Wildparkstadion am Donnerstag entspannte Atmosphäre. Die Partie am Freitag (18.30 Uhr) beim FC St. Pauli in Hamburg können die Badener ohne den ganz großen Druck angehen, weil sie sich zuletzt mit dem 1:0-Sieg gegen die Spvgg Greuther Fürth ein Sechs-Punkte-Polster zu den Abstiegsplätzen erarbeitet haben. Das Polster würde Markus Kauczinski vor der Winterpause gerne weiter ausbauen, wie seine Planung für den Abend nach der heutigen Partie verrät: „Wir schauen uns in die Augen, jubeln noch einmal zusammen und dann auf Wiedersehen.“ Bevor der Verein am 7. Januar das Training wieder aufnimmt, warten aber nicht auf alle Beteiligten besinnliche Tage. Das liegt an den drei T-Fragen, die sich derzeit im Wildpark stellen?

Erste T-Frage: Was macht Trainer Markus Kauczinski nach Ende seines Karlsruher Engagements?

Der KSC-Trainer hat bislang betont, dass er keinen neuen Job ab Sommer 2016 habe. So bleiben die gehandelten Vereine wie die designierten Erstliga-Aufsteiger RB Leipzig (wo Ralf Rangnick seinen Trainerjob nur als Zwischenlösung sieht) und SC Freiburg (falls es dort Christian Streich tatsächlich ins zweite Glied zurückziehen sollte) ebenso reine Spekulation wie jene Erstligisten, deren Trainer schon lange im Visier anderer Clubs sind (FC Augsburg/Markus Weinzierl) oder die sportlich in der Klemme stecken (Werder Bremen/Viktor Skripnik).

Zweite T-Frage: Wer beerbt Kauczinski als Trainer beim Karlsruher SC?

Erstaunlich ruhig ist es im Wildpark auch, wenn es um die Kauczinski-Nachfolge geht. Erst sollte bis Weihnachten eine Lösung gefunden werden, jetzt sprechen Präsident Ingo Wellenreuther und Sportdirektor Jens Todt vom Frühjahr. In dieser wichtigen Frage gehe Sorgfalt vor Schnelligkeit. Als aussichtsreicher Kandidat gilt Co-Trainer Argirios Giannikis. Der angehende Fußballlehrer will im März 2016 sein Trainerdiplom erwerben. So gesehen könnte das Frühjahr als Termin der Trainerpräsentation Sinn machen. Das Problem: Der Verein muss auch Vertragsgespräche mit Spielern führen – die aber wissen schon gerne, wer ihr Trainer wäre. Und: Giannikis könnte auch mit Kauczinski zusammen gehen.

Dritte T-Frage: Wie geht es bei den Torhütern weiter?

Die Degradierung von Stammkeeper und Kapitän Dirk Orlishausen zum Bankdrücker am vergangenen Samstag kam überraschend. René Vollath stand zwischen den Pfosten, weil Kauczinski nach einer insgesamt wenig zufriedenstellenden Vorrunde alles auf den Prüfstand stellen wollte. Dass Orlishausen den Verein nun verlässt, steht aber nicht zu befürchten. Der KSC hat seinem Torhüterroutinier gerade eine Vertragsverlängerung angeboten, die Gespräche, so war zu hören, verlaufen aussichtsreich. Steht Vollath heute aber erneut im Tor? Kehrt Orlishausen zurück? „Lassen Sie sich überraschen“, wollte der Trainer die Karten gestern vor der Abfahrt nach Hamburg noch nicht aufdecken.

Doch nicht nur beim Posten zwischen den Pfosten hält sich Kauczinski bedeckt. Wer heute Dennis Kempe (Gelbsperre) oder Gaetan Krebs ersetzt, falls die Rippenverletzung des Mittelfeldspielers einen Einsatz nicht zulässt, konnte oder wollte der KSC-Trainer ebenfalls nicht sagen. Naheliegende Lösungen für Kempes Linksverteidigerposition wären Linksfuß Ylli Sallahi oder Rechtsverteidiger Enrico Valentini. Für Krebs dürfte Dominik Peitz ins Team rücken, falls der Trainer nicht komplett umstellt und mit einer 4-1-4-1-Formation nur auf einen „Sechser“ setzt.

Voraussichtliche KSC-Aufstellung: Vollath – Traut, Gulde, Stoll, Valentini (Sallahi) – Meffert, Krebs (Peitz) – Torres, Barry, Yamada – Diamantakos.