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Alois Schwartz. Foto: dpa

Der Karlsruher SC gastiert im Saisonendspurt beim VfR Aalen

Karlsruhe. Es klingt ziemlich einfach: Der Fußball-Drittligist Karlsruher SC muss seine beiden letzten Spiele gewinnen, dann geht er auf jeden Fall am 12. Mai als Dritter durchs Ziel und kann in den Relegationsspielen gegen den Drittletzten der Zweiten Liga (Freitag, 18. und Dienstag, 21. Mai) vielleicht doch noch sein Saisonziel, die sofortige Rückkehr ins Unterhaus des deutschen Fußballs, erreichen.

So weit denkt am Adenauerring aber noch niemand – offiziell jedenfalls nicht, und vor allem nicht im sportlichen Bereich. Dort konzentrieren sich alle – die Spieler, der Trainerstab und der Sportdirektor – erst einmal auf den vorletzten Spieltag und das letzte Auswärtsspiel der regulären Saison in Aalen.

Theoretisch kann Platz drei schon am Samstag (13.30 Uhr) vergeben werden, wenn der KSC (66 Punkte) beim VfR auf der Ostalb gewinnt und gleichzeitig der Tabellenvierte SV Wehen Wiesbaden (65) beim schon aufgestiegenen Tabellenzweiten SC Paderborn verliert.

Was in Ostwestfalen passiert darf die Wildparkprofis jedoch während des Spiels nicht interessieren. „Das können wir ja nicht beeinflussen“, sagt Trainer Alois Schwartz. „Wir müssen uns auf uns selbst und unsere Leistung konzentrieren.“ Wenn seiner Mannschaft dies wie am vergangenen Samstag im Heimspiel gegen Paderborn (0:0) gelinge, „haben wir gute Möglichkeiten, in Aalen zu gewinnen.“

Aggressivität, Mut und Kompaktheit sind nur einige der Eigenschaften, die seine Schützlinge auf der Ostalb in die Waagschale werfen müssten. „Und vorne müssen wir natürlich zuschlagen.“ Außerdem könne man für einen Sieg bei der fünftbesten Heimelf der Liga (zehn Siege, fünf Unentschieden, drei Niederlagen) auch etwas „Matchglück“ und „Schiri-Glück“ gut gebrauchen.

Nur Bader fehlt noch

Der Karlsruher Cheftrainer kann bis auf Matthias Bader, der nach seiner Knieverletzung gegen Rostock große Fortschritte macht und bis zur Relegation wieder spielfähig sein könnte, personell aus dem Vollen schöpfen.

Interessant wird sein, in welcher taktischen Grundordnung Schwartz seine Schützlinge in Aalen auf den Platz schickt und ob der KSC-Coach personelle Änderungen in seiner Startformation vornimmt. Veranlassung dazu besteht nach der guten Leistung gegen Paderborn eigentlich nicht. Anton Fink und Kai Bülow werden also wohl zunächst wieder auf der Ersatzbank Platz nehmen müssen.

„Ich glaube, wir gehen als Favorit in dieses Spiel“, sagt der Karlsruher Torhüter Benjamin Uphoff, „und wolle drei Punkte mit nach Hause nehmen. Wir werden Aalen aber keinesfalls unterschätzen. Denn der VfR wird sich in seinem letzten Heimspiel dieser Saison mit einer guten Leistung von seinem Publikum verabschieden wollen.“

Wird das Rennen um Platz drei am Samstag noch nicht entschieden, fällt die Entscheidung in einer Woche. Dann empfangen die Karlsruher daheim Jena, während Wehen-Wiesbaden – ebenfalls daheim – auf den VfR Aalen trifft.