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In Schieflage geraten ist der Karlsruher SC zuletzt mit Trainer Mirko Slomka. Gegen Hannover will die Mannschaft die Wende schaffen. Foto: dpa
In Schieflage geraten ist der Karlsruher SC zuletzt mit Trainer Mirko Slomka. Gegen Hannover will die Mannschaft die Wende schaffen. Foto: dpa
03.03.2017

Der Karlsruher SC hat Aufarbeitung der St. Pauli-Schlappe abgeschlossen - Trotzreaktion gegen Hannover

Karlsruhe. Nach beim FC St. Pauli erlittenen Schiffbruch heißt es jetzt für den Karlsruher SC: Anker werfen! Und zwar schnellstens. Gegen Hannover 96 soll am Samstag (13.00 Uhr) der Abwärtstrend gestoppt und der Absturz auf einen Abstiegsplatz möglichst rückgängig gemacht werden.

Nach zuletzt vier Spielen ohne Sieg und nach zwölf Gegentoren in fünf Partien muss die Elf des bisher glücklosen neuen Trainer Mirko Slomka endlich wieder dreifach punkten.

Der vom SC Freiburg ausgeliehene Mittelfeldmann Jonas Meffert stammelte, als er in Hamburg nach Erklärungen suchte. „Wir rutschten auf dem Rasen aus, Pauli nicht. Wir waren langsamer als Pauli, es war schlimm.“ Jetzt fordert „Meffo“ gegen die 96er nur eines: „Wir müssen ein Zeichen setzen.“

Aufgearbeitet wurde die 0:5- Klatsche intensiv. Am Tag nach der hohen Niederlage beorderte Slomka den kompletten Kader zum „Abendgespräch“, wie er es nannte. Es soll bei diesem „Analysegespräch“ laut zugegangen sein. Dazu sagte der Coach aber nur: „Wir haben Teamgeist eingefordert.“

Nach dem unterirdischen Auftritt der beiden Innenverteidiger Bjarne Thoelke und Jordi Figueras, die in Hamburg an allen fünf Gegentoren beteiligt waren, wird es im Abwehrzentrum zur Umbesetzung kommen. Da David Kinsombi weiter verletzt zuschauen muss, könnte Routinier Martin Stoll in der Startelf auftauchen Für den 34-Jährigen spricht in der prekären KSC-Situation gegenüber Benedikt Gimber die Erfahrung. Gimber, in der Winterpause aus Sandhausen gekommen, verfügt über eine einzige Minute Profi-Erfahrung. Das birgt gegen Hannovers Topstürmer Martin Harnik (12 Saisontore) Risiken.

Slomka richtet den Blick nach vorne. „Ich freue sich auf die Reaktion, die die Mannschaft nach der deftigen Niederlage in St. Pauli zeigen wird“, sagt er, und hofft: „Mentalität schlägt Qualität.“ In St. Pauli war der KSC in beiden Kategorien unterlegen.

Gegen Hannover hofft Slomka auch auf Unterstützung von den Rängen: „Die Fans wissen, dass wir gegen ein Topteam antreten. Sie werden uns helfen“, sagt er.

Voraussichtliche KSC-Aufstellung: Orlishausen – Bader, Figueras, Stoll (Gimber), Kempe – Meffert, Kom – Mehlem, Yamada, Stoppelkamp – Diamantakos