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10.09.2017

Der Karlsruher SC kann mit dem 0:0 beim Chemnitzer FC gut leben

Karlsruhe. Alois Schwartz hat es in erster Linie Torhüter Benjamin Uphoff zu verdanken, dass sein Debüt als KSC-Trainer nicht verloren ging. Der Schlussmann des Fußball-Drittligisten bewahrte die Karlsruher beim 0:0 in Chemnitz zunächst vor einem frühen Rückstand und wehrte nach dem Seitenwechsel auch einen Foulelfmeter der Gastgeber ab.

„Ich habe eine Mannschaft gesehen, die sich gewehrt hat – gegen einen Gegner, der spielerisch einiges gezeigt hat. Wir haben uns stabilisiert. Das war ein guter Anfang. Wir haben zum ersten Mal die Null gehalten“, fasste Schwartz die ersten 90 Pflichtspielminuten unter seiner Regie zusammen. Und wenn Fabian Schleusener (36.) oder Marcel Mehlem (67.) ihre Chancen genutzt hätten, so Schwartz weiter, „gehen wir sogar mit drei Punkten nach Hause“.

Es hätte aber durchaus auch schlimmer kommen können. So ließen Myroslav Slavov (14.) und Daniel Frahn („Ich hätte uns belohnen müssen“) mit seinem Strafstoß (57.) sehr gute Möglichkeiten aus, das 1:0 für die Gastgeber zu markieren. „Lange stehen bleiben und dann nach rechts werfen“, lautete Uphoffs Erfolgsrezept gegen Frahn, das ihm Daniel Gordon und Anton Fink zugeflüstert hatten. Kai Bülow hatte Fabio Leutenecker an der Strafraumgrenze zu Fall gebracht.

Aber auch Fink selbst ging bei seiner Rückkehr an seine frühere Wirkungsstätte leer aus – trotz einiger guter Möglichkeiten (35., 39., 70.). Außerdem hätten Marvin Wanitzek (33.) und der Gelb-Rot-gefährdete Marc Lorenz (55.) für die Gäste treffen können.

„Das Unentschieden ist in Ordnung“, meinte Fink. „Wir können mit dem 0:0 ganz gut leben. Das war der erste Schritt in die richtige Richtung unter unserem neuen Trainer.“

Neben Uphoff und Fink ist aus der Karlsruher Mannschaft Marcel Mehlem herauszuheben, der zwar die vielleicht größte Chance des Spiels vergab, aber unheimlich viel Laufarbeit ablieferte und ordentlich Biss zeigte. „Er war im Training präsent, aggressiv. Das habe ich belohnt“, erklärte Trainer Schwartz „Cellos“ ersten Startelfeinsatz. „Mit einem Tor hätte er sich und uns belohnen können.“ Gut möglich also, dass er bald wieder ran darf – zum Beispiel schon am Mittwoch im Achtelfinale des badischen Pokals bei der Spvgg Neckarelz.