nach oben
Grund zum Jubeln hatte der Karlsruher Anhang: Mit einem 1:1 gegen Hansa Rostock sicherte sich der KSC den Aufstieg in die 2. Fußball-Bundesliga.
Grund zum Jubeln hatte der Karlsruher Anhang: Mit einem 1:1 gegen Hansa Rostock sicherte sich der KSC den Aufstieg in die 2. Fußball-Bundesliga. © Walter
11.05.2013

Der Karlsruher SC kehrt zurück in die 2. Bundesliga

Der Karlsruher SC kehrt nach nur einem Jahr in die 2. Fußball-Bundesliga zurück. Der Tabellenführer der 3. Liga kam zwar am Samstag vor 26.175 Zuschauern gegen Hansa Rostock über 1:1 (0:1) nicht hinaus, steht aber dank des 1:0-Heimsieges von Arminia Bielefeld gegen den Mitkonkurrenten VfL Osnabrück gemeinsam mit den Ostwestfalen als Aufsteiger fest. Johan Plat hatte Rostock in der 18. Minute in Führung gebracht. Dennis Kempe (74.) sorgte für den umjubelten Ausgleich.

Beide Mannschaften neutralisierten sich weitestgehend zu Beginn der Partie, wobei den Karlsruhern die Anspannung noch deutlicher anzumerken war. Eine Menge ungenauer Zuspiele und kaum gefährliche Aktionen verbuchte der KSC in der ersten Halbzeit. Lediglich nach Standards waren die Badener ansatzweise druckvoll. Eben durch einen solchen Standard von Selcuk Alibaz hatte der KSC die erste Möglichkeit: Kempe kam nach einem Eckball völlig frei zum Kopfball und verlängerte den Ball auf den langen Pfosten, wo Innenverteidiger Jan Mauersberger nur um Haaresbreite verpasste.

Die Karlsruher hatten mehr Spielanteile ohne jedoch richtig zu überzeugen. Hansa Rostock stand sicher und ging in der 18. Minute sogar in Führung. Nach einem Fehlpass in der eigenen Hälfte kam der Rostocker Manfred Starke frei zum Schuss. KSC-Schlussmann und Kapitän ließ den Weitschuss zu kurz abprallen und Rostocks Torjäger Johan Blat war mit seinem zehnten Saisontreffer in der 18. Minute mit der Führung zur Stelle.

Im Anschluss an das etwas überraschende 1:0 der Gäste versuchten die Karlsruher nun mehr und mehr das Spiel an sich zu reißen. Allerdings fehlte es an Ideen und der nötigen Präzision. Ein Spiegelbild für den Spielverlauf war dann die nächste Großchance für den KSC: Ein Kopfball von Jan Mauersberger nach einem erneuten Calhanoglu-Eckball wurde durch Rostocks Zolinski von der Linie geklärt.

Hansa Rostock beschränkte sich nach dem Führungstreffer überwiegend auf die Defensivarbeit und bot dem KSC kaum Platz zur Entfaltung.

Kurz vor dem Seitenwechsel wurde  Stürmer Koen van der Biezen von Selcuk Alibaz schön freigespielt. Sein Schuss rutschte ihm aber über den Spann und ging weit über das Tor.

Mit einem 0:1 ging es für beide Mannschaften in die Kabine. Nach der Halbzeit bot sich den Zuschauern zunächst das gleiche Bild. Viele ungenaue Pässe störten den Spielverlauf. Allerdings war der KSC nun entschlossener und kam von Minute zu Minute besser ins Spiel.

Ab der 60. Minute häuften sich auch die Torraumszenen im Wildpark. Zunächst verpassten Dennis Kempe und Dominic Peitz einen Freistoß von Selcuk Alibaz nur um wenige Zentimeter. Danach wurde ein Schuss von Calhanoglu im letzten Moment auf Höhe des Strafraums abgeblockt.

In der 74. Minute war es dann aber soweit: Ein weiterer Eckball von Hakan Calhanoglu wurde zunächst geklärt, landete aber postwendend bei Linksverteidiger Dennis Kempe, der den Ball gefühlvoll angenommen und aus fünf Metern mit einem überlegten Rechtsschuss in die Maschen geschossen hat. Der Wildpark war nun völlig aus dem Häuschen.

Mitten in der Drangphase dann eine kurze Schrecksekunde für die Badener. Ein Schuss von Rostocks Edinson Jordanov verfehlte das Tor von Dirk Orlishausen nur knapp.

Kurz nach diesem Warnschuss waren die Karlsruher erneut am Drücker und erspielten sich weitere gute Einschussmöglichkeiten, die jedoch allesamt in der Schlussphase ungenutzt bleiben. Mit dem Abpfiff begann für den Karlsruher Sportclub eine Party, die wohl noch eine ganze Weile anhalten dürfte. Ab der kommenden Saison ist man endlich wieder zweitklassig.