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Einsatz in der Startelf fraglich: Selbst Torjäger Erwin „Jimmy“ Hoffer könnte sich im Heimspiel gegen Bochum zunächst auf der Bank wiederfinden. Foto: dpa
Einsatz in der Startelf fraglich: Selbst Torjäger Erwin „Jimmy“ Hoffer könnte sich im Heimspiel gegen Bochum zunächst auf der Bank wiederfinden. Foto: dpa
05.11.2015

Der Karlsruher SC kommt vor dem Bochum-Spiel ins Rotieren

Nur vier Tage nach dem intensiven und kräfteraubenden 0:0 beim 1. FC Nürnberg empfängt der Karlsruher SC am Freitagabend (18.30 Uhr/Sky) den VfL Bochum im Wildparkstadion. Der Tabellenvierte hatte nach seiner 2:3-Niederlage beim FSV Frankfurt drei Tage mehr Zeit, sich zu erholen – physisch und psychisch. Damit sich dieser Vorteil der Gäste nicht spielentscheidend auswirkt, zieht Markus Kauczinski gegenüber dem Montagabendspiel zwei, drei personelle Änderungen in Betracht.

Vor allem auf seine jungen Spieler hat der Karlsruher Cheftrainer ein schützendes Auge. Der 20 Jahre alte Grischa Prömel war zuletzt sieben Mal hintereinander Startspieler, Boubacar Barry (19) sechsmal. Außerdem musste Barry wegen einer leichten Erkältung am Dienstag und am Mittwoch eine Trainingspause einlegen. Dominic Peitz, der gegen den „Club“ Gelb-gesperrt war, könnte an Stelle von Prömel neben Gaetan Krebs (Kauczinski: „Er hat das in Nürnberg gut gemacht“) im defensiven Mittelfeld spielen. Und Manuel Torres, der zuletzt fünfmal nur von der Bank kam, bot sich nach seiner Einwechslung im Grundig Stadion als Alternative für Barry an.

Doch auch Erwin „Jimmy“ Hoffer, der am Montagabend nach etwas mehr als einer Stunde Spielzeit für Dimitris Diamantakos Platz machte, steht unter dem kritischen Blick seines Trainers. „Wer ist frisch?“ lautet dessen Einsatzkriterium. „Wer kann gegen den VfL hundert Prozent bringen?“ Denn „das wird ein umkämpftes Spiel“, ist sich Kauczinski sicher: „Bochum wird uns fordern.“

Gegner kommt mit Ex-KSClern

Der VfL ist in den Augen von Kauczinski und Sportdirektor Jens Todt, der vor seiner Tätigkeit beim KSC zwei Jahre lang „tief im Westen“ Sportvorstand der Gäste war, „in dieser Saison ein Top-Team der Liga.“ Der VfL habe seinen Kader, zu dem auch die früheren KSCler Stefano Celozzi (2008/09 in Karlsruhe) und Marco Terrazzino (2011/12 in Karlsruhe) gehören, zusammengehalten „und sich gezielt verstärkt“, sagt Kauczinski. Zum Beispiel mit Tim Hoogland vom FC Fulham. Außerdem liegt Bochums Mittelstürmer Simon Terodde mit zehn Treffern in 13 Spielen auf Platz zwei der Torjägerliste – hinter dem Freiburger Nils Petersen (11).

Trotzdem ist der Karlsruher Chefcoach nicht nur „guter Dinge, dass wir die drei Punkte hier behalten können.“ Er sieht sogar „echt gute Chancen, dieses Spiel zu gewinnen.“ Seine seit sechs Spielen ungeschlagene Mannschaft sei vor eigenem Publikum doch eher in der Lage, ihr Spiel nach vorne durchzudrücken.

Mögliche KSC-Aufstellung: Orlishausen – Valentini, Stoll, Mauersberger, Kempe – Prömel (Peitz), Krebs – Torres (Barry), Nazarov, Yamada – Hoffer.